Beim Namen genannt

Hermann Herder, Verleger, hat am 19. Januar seinen 85. Geburtstag gefeiert, wie der Verlag Herder in Freiburg mitteilte. Den inzwischen 210 Jahre alten Verlag führte er ab 1963 in der fünften Generation bis 1999. Dann übergab er die Leitung an seinen Sohn Manuel Herder. Hermann Herder sei es wichtig gewesen, religiöse Themen für ein breites Publikum verständlich zu machen. Die Pflege der traditionellen Verlagsbereiche Theologie, Philosophie, Geschichte und allgemeine religiöse Literatur seien seine Schwerpunkt gewesen, so der Verlag in seiner Mitteilung. Die Zeit des Nationalsozialismus erlebte Hermann Herder weithin als Kind. Die Zeit seines verlegerischen Wirkens stand noch unter der Fernwirkung dieser Jahre, aber auch im Zeichen grundlegender geistiger Umwälzungen in Kirche, Gesellschaft und Welt. Geprägt habe ihn der humanistische Kosmos der Antike und eine fest in der katholischen Welt verankerte Tradition. Entscheidend für die verlegerische Arbeit Hermann Herders sei dann der geistige Aufbruch des Zweiten Vatikanischen Konzils und dessen Gespür für die neue Rolle der Religionen in einer sich globalisierenden Welt gewesen.

Odilo Lechner, Münchner Altabt und einer der bundesweit bekanntesten Ordensmänner, wird am 25. Januar 80 Jahre alt. Der gebürtige Münchner leitete von 1964 bis 2003 die beiden traditionsreichen Klöster St. Bonifaz und Andechs. Zuletzt war er der dienstälteste Benediktinerabt weltweit. Auch nach seiner Resignation ist der Ordensmann gefragt als Gesprächspartner in Talkrunden, Vortragsredner und Buchautor. Im Herder-Verlag erscheint nächste Woche seine Autobiografie. Seinen Geburtstag feiert der Ordensmann mit einer Pontifikalvesper in Sankt Bonifaz.

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