Beim Namen genannt - 11.10.2018

Beim Namen genannt: Kardinal Reinhard Marx

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx stellt für die private Seenotrettung des deutschen Schiffs „Lifeline“ im Mittelmeer 50 000 Euro zur Verfügung. Das sagte eine Sprecherin des Erzbistums am Dienstag auf Anfrage und bestätigte damit einen Tweet des aus Bayern stammenden Kapitäns Claus-Peter Reisch. Dieser schrieb am Montag: „Ich bedanke mich für die überaus großzügige Unterstützung durch das Erzbistum München-Freising für die nächste Mission. Vielen Dank Herr Kardinal Marx!“ Das Geld stammt der Sprecherin zufolge aus Mitteln, die Marx, der auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, zur Verfügung stehen. Zuletzt hatte die „Lifeline“ versucht, unter vatikanischer Flagge zu fahren. Dies lehnte der Vatikan aber ab. Man könne einer entsprechenden Bitte von Anfang Juli nicht nachkommen, weil das „Schiff keine tatsächliche Beziehung zum Vatikanstaat“ habe, hieß es in dem Schreiben an Reisch. Der Vatikan könne „die eigene Zuständigkeit über das Schiff nicht ausüben“ sowie „die Immunität von Besatzung und Passagieren nicht gewährleisten“. Laut dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen muss jeder Staat „seine Hoheitsgewalt und Kontrolle in verwaltungsmäßigen, technischen und sozialen Angelegenheiten über die seine Flagge führenden Schiffe wirksam ausüben“ (Art 94 SRÜ). Der Vatikanstaat verfügt seit 1951 über ein eigenes Schiffsregister. Allerdings wurde dieses noch nie genutzt.

Nach einem Sturz im Vatikan ist der Papst nach Angaben seines Sprechers wohlauf. Franziskus sei am Dienstag auf dem Rückweg ins vatikanische Gästehaus, wo der 81-Jährige wohnt, „gestolpert und hingefallen“, sagte Vatikan-Sprecher Greg Burke bei einer Pressekonferenz zur laufenden Bischofssynode. „Er ist wieder aufgestanden, also seid beruhigt, dem Papst geht es gut.“ Zuletzt war der Pontifex während eines Gottesdienstes im polnischen Tschenstochau 2016 gestürzt.

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