Bedrohung der Indios: Kräutler bei Franziskus

Salzburg (DT/KNA) Der österreichische Amazonas-Bischof, Erwin Kräutler, wird Ende der Woche Papst Franziskus über die Bedrohung der Indios und des Regenwaldes in Amazonien informieren. Wie die „Salzburger Nachrichten“ berichtet, will Kräutler dem Papst in einer Sonderaudienz vor allem die dramatischen Folgen des Megastaudamms Belo Monte aufzeigen. Für das Kraftwerk wird eine große Schleife des Flusses Xingu trockengelegt. Gleichzeitig wird der Stausee dieses künftig drittgrößten Wasserkraftwerks der Welt ein Drittel der Provinz- und Bischofsstadt Altamira überfluten. Bis zu 40 000 Bewohner der flussnahen Zone verlieren ihre Häuser. Einem Großteil wird auch die Lebensgrundlage als Fischer entzogen. Die Ersatzquartiere für die rund 8 000 betroffenen Familien sind als dicht aneinandergebaute Reihenhaussiedlungen angelegt. Für die Fertigteilhäuser mit neun Zentimeter dünnen Betonmauern gibt die Kraftwerksgesellschaft nur fünf Jahre Garantie. „Dieser ganze Eingriff in die Natur und in die Lebensgrundlagen zehntausender Menschen ist umweltpolitisch, sozialpolitisch und rechtlich ein Desaster“, zitiert die Zeitung Kräutler.

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