Aufruf zur Anstrengung

Caritas: Politik muss mehr für Flüchtlinge tun

Berlin (DT/KNA) Der Deutsche Caritasverband hat zu mehr Anstrengungen bei der Flüchtlingshilfe aufgerufen. Mittelfristig müssten sich die Kommunen weiterhin auf eine große Zahl an Flüchtlingen einstellen, sagte der Präsident des katholischen Wohlfahrtsverbandes, Peter Neher, am Donnerstag in Berlin. Dazu gehöre auch, angemessene Unterkünfte zur Verfügung zu stellen. Zelte oder Hallen könnten nur kurzfristige Notlösungen sein.

Neher betonte, auch die Kirche und ihre Caritas engagierten sich in vielfältiger Weise, um Wohnraum für die Menschen zu schaffen. Er äußerte sich anlässlich des bundesweiten Flüchtlingstags am Freitag. Bund, Länder und Kommunen seien jetzt dringend gefordert, Lösungen mit Augenmaß zu finden, so der Caritas-Präsident weiter. Bei der Unterbringung von Flüchtlingen müssten die Bedürfnisse der Flüchtlinge berücksichtigt werden. So müsse die Erreichbarkeit von Ärzten, Einkaufs-, Freizeit-, Bildungsmöglichkeiten und Beratungsangeboten gewährleistet sein. Unerlässlich sei auch, die Bevölkerung umfassend über die Situation der nach Deutschland kommenden Menschen zu informieren. „Sehr viele Menschen fliehen vor furchtbaren Situationen. Dies muss uns allen bewusst sein“, so Neher.

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