Wulff mahnt Religionen zu mehr Frieden

Jerusalem (DT/KNA) Bundespräsident Christian Wulff hat in Israel die monotheistischen Religionen zu mehr Engagement für den Frieden aufgerufen. An keinem anderen Ort der Welt hätten sie ihre Konflikte so ausgetragen wie in Jerusalem, sagte der Bundespräsident am Sonntagabend anlässlich eines ökumenischen Adventskonzerts in der Dormitio-Abtei in Jerusalem. Gerade deshalb sei die Botschaft von Weihnachten der Auftrag an jeden Einzelnen, seine Friedensaufgabe wahrzunehmen. Wulff besucht noch bis Dienstag Israel und die Palästinensergebiete. Bei einem Treffen mit Israels Staatspräsident Schimon Peres am Vormittag hatte Wulff nach Angaben des israelischen Präsidialbüros betont, Deutschland trage Verantwortung für das Existenzrecht und die Sicherheit Israels. Gleichzeitig warb er für eine Wiederaufnahme von Friedensgesprächen mit den Palästinensern. Später legte der Bundespräsident in der Gedenkstätte Jad Vaschem einen Kranz in der „Halle der Erinnerung“ nieder. Am Montag wird Wulff unter anderen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und deutsche Kirchenvertreter treffen.