Vatikan bekommt schnelle Eingreiftruppe

Vatikanstadt (DT/KNA) Die für den Polizeidienst im Vatikan zuständige Gendarmerie verstärkt ihre Sicherheitsmaßnahmen gegen terroristische Anschläge. Die Polizeitruppe habe zwei Sondereinheiten eingerichtet, eine „schnelle Eingreifgruppe“ und eine „Anti-Sabotage-Abteilung“, sagte der Kommandant des aus rund 150 Italienern bestehenden Wach-Corps, Domenico Giani, in einem Interview des „Osservatore Romano“ (Sonntag). Derzeit gebe es aber keine akute Gefahr, hieß es im Vatikan. Beide Abteilungen verfügten über die notwendige technische Ausstattung, ihre Mitglieder seien speziell ausgebildet und könnten in einem Ernstfall sofort eingreifen, so Giani. Zudem verfügten sie über die Einbindung in Informationssysteme und -kanäle auch von Interpol, um Gefahrenmomente analysieren zu können. Die Abteilungen seien im Zuge der wachsenden weltweiten terroristischen Bedrohungen eingerichtet worden. Neue Uniform erinnert an alte Gendarmerie Zudem erhält die Gendarmerie, die Anfang 2002 von Papst Johannes Paul II. als Nachfolgerin der alten „Vigilanza“ wiederbegründet worden war, demnächst neue Uniformen, erläuterte Giani. Sie orientiere sich an der der alten Gendarmerie und wolle somit die historische Rolle des Corps unterstreichen. Papst Paul VI. hatte die alte vatikanische Gendarmerie 1970 den übrigen Corps aufgelöst. Nur die Schweizergarde blieb damals bestehen. An Stelle der aufgelösten Garden wurde die Polizeieinheit der „Vigilanza“ gegründet.