UN-Bericht: Abholzung weltweit verlangsamt

Rom (DT/dpa) Die Abholzung der Wälder hat sich in den vergangenen Jahren verlangsamt. Zu diesem Schluss kommt die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) in ihrem am Montag veröffentlichten Weltwaldbericht. Demnach verringerten sich die Waldflächen weltweit in den 90er Jahren um jährlich 0,18 Prozent. In den vergangenen fünf Jahren betrug der Nettoverlust noch 0,08 Prozent pro Jahr. FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva sprach von einem „sehr ermutigenden Trend“. Nach dem Bericht der Welternährungsorganisation, der am Montag von da Silva und Südafrikas Präsident Jacob Zuma bei einem Kongress in Durban vorgestellt wurde, gab es 2015 noch 3,999 Milliarden Hektar Wald auf der Welt. Das entspricht 30,6 Prozent der Landfläche des Planeten. Dies bedeutet einen Netto-Rückgang um 129 Millionen Hektar (1,29 Mio. Quadratkilometer) seit dem Jahr 1990 – so groß ist etwa das Staatsgebiet Südafrikas. Während aber in Europa und Asien die Wälder wachsen, schrumpfen sie in Afrika, Nord-, Mittel- und Südamerika sowie in Ozeanien weiter. Laut FAO wurden für die neueste Ausgabe der alle fünf Jahre erscheinenden Studie 234 Länder beziehungsweise Territorien ausgewertet. Der diesjährige Report komme zu einem entscheidenden Zeitpunkt, an dem die Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) für 2030 definiert würden, sagte da Silva.