Philippinen: Zahl der Taifun-Todesopfer steigt

Zehntausende Familien sind nach Angaben des Roten Kreuzes obdachlos – Kinder freuten sich schon auf Weihnachten

Wegen der Hitze müssen die Opfer des Taifuns auf den Philippinen schnell geborgen werden, sonst drohen Seuchen. Foto: dpa
Wegen der Hitze müssen die Opfer des Taifuns auf den Philippinen schnell geborgen werden, sonst drohen Seuchen. Foto: dpa

Manila (DT/KNA) Die Zahl der Todesopfer auf den Philippinen durch den Taifun Washi ist nach Angaben des Philippinischen Roten Kreuzes vom Montag auf über 650 gestiegen. Zehntausende Familien seien in Cagayan De Oro und anderen Städten im Norden der Insel Mindanao obdachlos geworden. Besonders betroffen seien die Kinder, die sich bereits auf Weihnachten und auf Weihnachtsgeschenke gefreut hätten.

Der Taifun Washi war in der Nacht zum Samstag über den Norden Mindanaos hereingebrochen. Weite Regionen stehen durch die heftigen Regenfälle unter Wasser. Hilfsorganisationen wie die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) versorgen die Betroffenen mit Decken, Nahrungsmittel und Trinkwasser.

Die katholische Erzdiözese Cagayan De Oro, Behörden sowie nationale und internationale Hilfsorganisationen hätten am Montag ein gemeinsames Komitee zur Koordinierung der Hilfseinsätze gebildet, sagte ein Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Ferit Temur, auf Anfrage in Cagayan De Oro. Sorge bereiteten den Hilfsorganisationen die zahlreichen Leichen, die bei tropischen Temperaturen und durch das Hochwasser schnell verwesten. „Wir müssen sie schnell in Massengräbern beisetzen, um den Ausbruch von Seuchen zu verhindern“, so Temur.

Kurz vor Weihnachten ist die Hilfsbereitschaft für die Opfer besonders groß. Bürger, philippinische Unternehmen sowie internationale Geberländer haben bereits Millionenbeträge für die Opfer gespendet oder zugesagt, wie philippinische Medien berichten. Die katholischen Bischöfe auf Mindanao baten in einem gemeinsamen Spendenaufruf um Hilfe für die Betroffenen. Aus Deutschland hat der Malteser Hilfsdienst nach eigenen Angaben mit der Nothilfe für den Süden der Philippinen begonnen. In den betroffenen Gebieten fehlen vor allem Medikamente und Lebensmittel, wie die Organisation am Montag in Köln mitteilte. Malteser-Mitarbeiter vor Ort gingen davon aus, dass der Bedarf an Hilfe in den kommenden Tagen noch stark steigen wird.