Iran will einen Pastor hängen

IGFM-Menschenrechtsorganisation fordert sofortige Freilassung

Frankfurt (DT/KNA) Eine sofortige und bedingungslose Freilassung des im Iran zum Tode verurteilten Pastors Youcef Nadarkhani hat die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verlangt. Sie kritisierte am Freitag in Frankfurt, dass das iranische Konsulat die Annahme einer Liste mit 3 978 Unterschriften für eine Freilassung Nadarkhanis nicht angenommen habe. Der 1977 geborene Pastor einer Pfingstgemeinde war im September vergangenen Jahres wegen „Verbreitung nichtislamischer Lehre“ und „Abfalls vom islamischen Glauben“ zum Tode durch den Strang verurteilt worden. Kürzlich wurde das Urteil in einem Berufungsverfahren bestätigt. Sollte das Urteil vollstreckt werden, wäre Nadarkhani nach Angaben der IGFM seit etwa 20 Jahren der erste Konvertit, der im Iran wegen seines Glaubens hingerichtet würde und bei dem der Staat diesen Tatbestand als offizielle Begründung verwende.