Glaubensverkündung statt Laudatio

Requiem für den Philosophen Robert Spaemann.

Robert Spaemann. IN Foto: Foto:
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Stuttgart (DT/om) Robert Spaemann ist am Mittwoch auf dem Friedhof in Stuttgart-Botnang beigesetzt worden. Der Philosoph war am 10. Dezember verstorben. Pater Bernhard Gerstle, deutscher Distriktoberer der Petrusbruderschaft und dem Verstorbenen langjährig verbunden, hielt im Rahmen des Requiems in der Christus-Erlöserkirche im Alten Ritus die Predigt. „Der Tod unseres lieben Verstorbenen, Professor Robert Spaemann, erfüllt uns mit Trauer und Schmerz. Zugleich ist sein Heimgang im gesegneten Alter von 91 Jahren aber auch verbunden mit Trost und Dankbarkeit. Durfte er doch im Kreis seiner Liebsten zu Hause sterben und mit den heiligen Sakramenten gestärkt seinen letzten Weg gehen“, so Gerstle. „Wir tragen nun mit Robert Spaemann einen Mann zu Grabe, dem wir von Herzen dafür danken, dass er, beschenkt mit reichen Geistesgaben, im Lichte der Vernunft und des Glaubens der Wahrheit ohne Abstriche zu dienen suchte und sie aussprach, sei es gelegen oder ungelegen.“ Spaemanns ausdrücklicher Wunsch sei es gewesen, dass der letzte Abschied ganz der Gelegenheit gehören soll, den Glauben zu verkünden und Zeugnis für das ewige Leben abzulegen. Deshalb sei es ihm wichtig gewesen, dass bei seiner Beerdigung von einer Laudatio abgesehen würde. Pater Gerstle zitierte in seiner Predigt aus der Enzyklika „Spe salvi“ Benedikts XVI., mit dem Spaemann eine lange Freundschaft verbunden habe: „Ewigkeit ist das Eintauchen in den Ozean der unendlichen Liebe, in dem es keine Zeit, kein Vorher und Nachher mehr gibt. Ewigkeit ist das Leben in Fülle, ein immer neues Eintauchen in die Weite des Seins, in dem wir von Freude und Glück überwältigt werden.“