Ein Denkmal für Christus

Bischof Voderholzer eröffnet die Jubiläumsfeiern zu „150 Jahre Vollendung der Regensburger Domtürme“

Regensburg
Sakrales Wahrzeichen: Der Dom St. Peter in Regensburg.dpa Foto: Foto:
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Sakrales Wahrzeichen: Der Dom St. Peter in Regensburg.dpa Foto: Foto:

Regensburg (KAP/DT) Der Regensburger Dom St. Peter stammt größtenteils aus dem 14. Jahrhundert, doch seine markanten Türme wurden erst 1869 Jahren fertig. Die Diözese Regensburg begeht das Jubiläum „150 Jahre Vollendung der Regensburger Domtürme“ mit einer Festzeit von 29. Mai bis 29. September. Zahlreiche Events stehen auf dem Programm, darunter Konzerte, eine Ausstellung, zwei große Festmessen und eine Kunstinstallation. Das Pontifikalamt zur Eröffnung des Jubiläums feiert Diözesanbischof Rudolf Voderholzer am Mittwoch, 29. Mai, 19 Uhr. Höhepunkt des Jubiläums ist ein Pontifkalamt zum Patrozinium am Sonntag, 30. Juni, 10 Uhr, mit anschließendem Fest auf dem Domplatz.

Die Ausstellung des Diözesanmuseums St. Ulrich zeigt unter dem Titel „Zwei Türme für den König“ von 30. Mai bis 29. September die Entwicklungsgeschichte der Türme. Am Anfang stand die Idee, dann kam die Planung und schließlich die Ausführung des Bauprojekts, wie es in der Ankündigung heißt. Auch die Restaurierung und Pflege des Monuments, die bis heute andauert, wird thematisiert. Historische Fotografien und zuvor nie gezeigte Baupläne werden ebenfalls präsentiert. Der gotische Dom St. Peter mit seinen 105 Meter hohen Türmen bildet das Wahrzeichen der Stadt Regensburg. Mit dem Bau des Doms wurde 1275 begonnen. Um 1400 war der Großteil des Baus errichtet. Die Kathedrale Notre Dame de Paris diente als Vorbild.

Kaum noch vorstellbar ist, dass der Dom keine Turmspitzen hatte. Denn um 1500 waren im ehemals wirtschaftsstarken und selbstbewussten Regensburg die Kräfte und das Geld für den Dom als großem Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Diözese erschöpft. Die Kathedrale stand am Ende des Mittelalters eindrucksvoll im Herzen der Stadt, doch die Türme waren nur bis zur halben Höhe fertig und erhielten vorläufige Notdächer. Im Barock erwachten gewagte neue Planungsphantasien zum Ausbau der Türme.

Doch erst ab 1859 wuchsen die Türme empor. Für König Ludwig I. von Bayern sollte der gotische Bau mit himmelsstrebenden Spitzen im Geist des 19. Jahrhunderts nicht nur ein Denkmal „Teutscher Eintracht“, sondern auch ein monumentales Denkmal für das Haus Wittelsbach werden. 1858 kam Ignatius von Senestrey auf den Regensburger Bischofsstuhl. Noch vor seiner Weihe verkündete er seinen Beschluss, den Dom fertigbauen zu wollen, ein Denkmal für Christus, den König. Genau vor 150 Jahren war es dann vollbracht: Seitdem ragen die Domtürme 105 Meter hoch über die Dächer der Stadt.