Caritas: Ohne Geld keine Asylsozialberatung

München (DT/KNA) Die Caritas im Erzbistum München und Freising fordert vom Freistaat höhere Zuschüsse zur Asylsozialberatung. Andernfalls könne der Verband in Oberbayern keine zusätzlichen Beratungsstellen mehr übernehmen, erklärte Diözesan-Caritasdirektor Hans Lindenberger am Montag in München. In den vergangenen Jahren habe sein Verband „meist in guter Kooperation mit den Landkreisen“ diese Arbeit kontinuierlich ausgebaut, von 30 auf heute mehr als 100 Stellen. Statt der üblichen zehn Prozent Eigenleistung für Träger müsse die Caritas etwa ein Drittel der Kosten selbst aufbringen. 2016 werde dem Verband ein Defizit von etwa drei Millionen Euro entstehen. Lindenberger wies darauf hin, dass das Erzbistum die Asylsozialberatung bis 2018 in diesem Umfang absichere. Auf Dauer könne die Kirche aber die ungenügende sozialstaatliche Finanzierung nicht ausgleichen.