Brasilianer sind für die Todesstrafe : Fest des „Schwarzen Nazareners“: Weiterhin vermisste Flüchtlingskinder

Rio de Janeiro (KNA) Die Zustimmung für die Todesstrafe hat in Brasilien mit 57 Prozent eine Höchstmarke erreicht. Das berichteten brasilianische Medien unter Berufung auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Datafolha. Laut Datafolha waren rund 63 Prozent der Katholiken dafür. Unter Evangelikalen lag die Zustimmung bei 50 Prozent, unter Atheisten bei 46 Prozent. Hintergrund der Debatte ist die massive kriminelle Gewalt in Brasilien, jährlich werden mehr als 60 000 Morde registriert. Dabei konzentriert sich die Gewalt auf die Peripherien und das Umland der Großstädte, wo vor allem arme Familien leben. In Brasilien ist die Todesstrafe nur im Kriegsfall erlaubt.

Manila (KAP/KNA) Mehrere Millionen Menschen haben in der philippinischen Hauptstadt Manila am Fest des „Schwarzen Nazareners“, einer Jesusstatue aus dem 17. Jahrhundert, teilgenommen. Die traditionelle Prozession begann unter hohen Sicherheitsvorkehrungen, wie philippinische Medien berichten. Insgesamt wurden in diesem Jahr rund 20 Millionen Teilnehmer erwartet, mehr als je zuvor. Die Statue des knieenden, kreuztragenden Jesus wird auf einem Wagen mitgeführt, den Männer mit Seilen durch die Stadt ziehen. Die Gläubigen drängen sich in großen Massen um die Statue und versuchen, die Figur mit Tüchern zu berühren.

Osnabrück (KNA) In Deutschland gelten immer noch 5 288 Flüchtlingskinder und -jugendliche als vermisst. Das zeigen Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA), wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet. Die jungen Flüchtlinge sind demnach ohne Begleitung nach Deutschland gekommen, wurden registriert und verschwanden dann aus Aufnahmelagern und Unterkünften.