Böhmer fordert mehr Rente für Mütter

Frankfurt (DT/KNA) Die CDU-Politikerin Maria Böhmer beklagt eine Benachteiligung von Frauen im deutschen Rentensystem. „Das Risiko der Altersarmut von Frauen wächst“, schreibt die Vorsitzende der Frauenunion in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwoch). Betroffen davon seien vor allem Mütter, die ihre Kinder vor 1992 zur Welt brachten. Diese Frauen hätten etwa aufgrund fehlender Möglichkeiten der Kinderbetreuung im Beruf kürzertreten müssen und litten nun unter Einbußen bei der Rente. Frauen beziehen derzeit laut Böhmer im Schnitt 59,6 Prozent weniger Alterseinkommen als Männer. Diese Lücke gelte es zu schließen, forderte die CDU-Politikerin. Sie sprach sich für eine bessere Anerkennung der Erziehungsleistungen aus. Ältere Mütter sollten dafür künftig drei Entgeltpunkte bekommen statt wie bisher nur einen Entgeltpunkt. Diese Aufwertung bringe dann je Kind 55 Euro mehr Rente im Monat. Finanziert werden könne diese Maßnahme aus dem Topf der gesetzlichen Rentenversicherung, so die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. Hier habe der Bund im Jahr 2010 rund 11,6 Milliarden Euro eingezahlt. Davon seien im gleichen Zeitraum nur 6,2 Milliarden Euro an Mütter in Rente geflossen. Übrig blieben demnach 5,4 Milliarden Euro. Böhmer: „Es bieten sich also finanzielle Spielräume.“