Beim Namen genannt

Der türkische Papstattentäter Mehmet Ali Agca hat vorläufig auf eine Reise in den portugiesischen Marienwallfahrtsort Fatima verzichtet. Der portugiesische Ministerpräsident Jose Socrates habe ihn wissen lassen, dass ein Besuch Agcas in Portugal derzeit nicht angemessen sei, teilte Agcas türkischer Anwalt mit. Socrates' Büro habe dafür Sicherheitsgründe sowie außenpolitische und diplomatische Überlegungen geltend gemacht. Agca wollte am Jahrestag der Marienerscheinung von Fatima am Donnerstag in dem Wallfahrtsort beten und Papst Benedikt XVI. treffen. Er wolle den Besuch so bald wie möglich nachholen. Der aus der rechtsradikalen Szene stammende Agca hatte 1981 auf dem Petersplatz in Rom auf Papst Johannes Paul II. geschossen und ihn schwer verletzt. Im Januar wurde Agca aus dem Gefängnis entlassen; er war wegen des Papst-Attentates und wegen der vorherigen Ermordung eines türkischen Journalisten insgesamt 29 Jahren in Haft. Unmittelbar nach seiner Entlassung beantragte er einen Reisepass und erklärte, nach Fatima reisen zu wollen. Sein Anwalt schrieb zur Begründung an die portugiesische Regierung, sein Mandant sei überzeugt, dass sein Schicksal durch die Marienerscheinungen von Fatima bestimmt worden sei. Er teilte weiter mit, Agca werde voraussichtlich schon in Kürze nach Portugal reisen. In Lissabon wolle er an einer Konferenz über die Weissagungen von Fatima teilnehmen.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat die Kürzungspläne des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) bei der Bildung scharf kritisiert. Im ARD-Morgenmagazin warnte die Ministerin am Freitag vor den sozialen Folgen. „Wer jetzt spart, der wird erleben, dass die Schulden in den Sozialsystemen uns noch teurer zu stehen kommen als jetzt“. Die geplanten zwölf Milliarden Euro für Bildung und Forschung seien auch aufgrund des demografischen Wandels nötig, sagte Schavan. „Wir können der kommenden Generation nicht viele Schulden und ein Bildungssystem mit Schwachstellen hinterlassen“, sagte die Ministerin.