Beim Namen genannt

Der Berliner evangelische Bischof Wolfgang Huber hat das Wirken von Bischof em. Albrecht Schönherr (Bild) gewürdigt. Er sei ein „verlässlicher, väterlicher Freund“ gewesen, der in allen Umbrüchen „klaren Kurs behielt“, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Wochenende bei einem Trauergottesdienst in Berlin. Schönherr, ehemaliger evangelischer Bischof in Ost-Berlin und Brandenburg zu Zeiten der DDR, war Anfang des Monats im Alter von 97 Jahren gestorben. Mit Blick auf dessen nicht unumstrittenes Wirken in der DDR betonte Huber, dass Schönherrs Bemühen der besonderen Gemeinschaft der evangelischen Christenheit in Ost und West gegolten habe. Er sei über Jahrzehnte für viele Menschen zum Halt ihres Glaubens geworden. Schönherr habe aus dem Bewusstsein gelebt, dass er seine Verantwortung an dem Ort wahrnehmen müsse, an den Gott ihn gestellt habe. Huber sagte, unter der SED-Herrschaft seien die Kirchen zwar bedrängt und kleiner geworden, sie hätten aber auch Erfahrungen gewonnen, die der evangelischen Kirche bis heute zugute kämen. Schönherr habe durch seine Treue zum Evangelium dazu beigetragen, dass die Wiedervereinigung in Freiheit friedlich gelingen konnte. Schönherr war Schüler und Weggefährte des bedeutenden evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer (1906 - 1945). 1972 wurde er Bischof in Berlin-Brandenburg, ein Amt, das er bis 1981 ausübte. Von 1969 bis 1981 stand Schönherr als Vorsitzender der Konferenz der Kirchenleitungen an der Spitze des Bundes der evangelischen Kirchen in der DDR. Er wirkte maßgeblich bei der Erarbeitung der Idee von der „Kirche im Sozialismus“ mit.

Stardirigent Kurt Masur strengt selbst die schwere Musik von Ludwig van Beethoven kaum noch an. „Als junger Dirigent hat sie mich noch sehr erschöpft“, sagte der 81-Jährige am Samstag der dpa in Frankfurt, „aber inzwischen nicht mehr – weil ich gut trainiert bin“. An der Alten Oper in Frankfurt dirigiert Masur bis heute alle neun Sinfonien von Beethoven.