Beim Namen genannt

Der frühere britische Premierminister Tony Blair hat vor einem Zeitgeist gewarnt, der Gläubigkeit als „persönliche Exzentrik“ abtue. Dieses Risiko sehe er derzeit in der britischen Gesellschaft, sagte Blair in einem Interview mit der anglikanischen Zeitung „Church of England Newspaper“. „Menschen sollten stolz sein auf ihr Christentum und es so ausdrücken können wie sie es wünschen“, zitierten englische Medien vorab aus dem Interview. Die Androhung von Disziplinarmaßnahmen gegen Staatsbedienstete, die ihren Glauben offen zeigen, nannte der ehemalige Staatschef „aberwitzig“ und sprach von einem Zeitalter „aggressiven Säkularismus“. Blair war Ende 2007 zum Katholizismus übergetreten.

Der auch für Medien zuständige niederländische Bildungsminister Ronald Plasterk macht sich für TV-Gottesdienste stark. Es verstoße nicht gegen die verfassungsgemäße Trennung von Kirche und Staat, wenn der Staat religiösen Sendern Übertragungen ermögliche, erklärte der Minister laut niederländischen Medienberichten in einer Antwort auf eine Anfrage aus dem Parlament. „Durch Bereitstellung eines Podiums für unterschiedliche Glaubensrichtungen wird eine für die Gesellschaft nützliche Einrichtung“ geschaffen, wird Plasterk zitiert. Ältere Menschen könnten sich durch solche Sendungen über geistige Strömungen in der Gesellschaft informieren. Im niederländischen Fernseh-System subventioniert der Staat unter anderem religiöse Sendungen von Katholiken, Protestanten, Muslimen, Juden, Buddhisten und humanistischen Gruppen.

Der britische Thronfolger Prinz Charles ist von Modeexperten des US-Männermagazins „Esquire“ zum am besten gekleideten Mann der Welt gekürt worden. Der Prince of Wales (60) sei „immer unglaublich gut gekleidet, wie es sich für seine Position als Thronfolger geziemt“, urteilten die Amerikaner laut britischen Medienberichten vom Donnerstag. Die Juroren zeigten sich davon beeindruckt, dass der 60-Jährige in der Vergangenheit Modetrends nicht beachtet habe und seit Jahrzehnten seinen favorisierten zweireihigen Anzügen treu geblieben sei.