Beim Namen genannt

Die Neuinszenierung von Richard Wagners Oper „Parsifal“ bei den Bayreuther Festspielen ist in den beiden großen Kirchen auf Zustimmung gestoßen. „Mein Eindruck ist positiv“, sagte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick der Katholischen Nachrichten-Agentur. Die Inszenierung sei Inhalt und Musik des Werks angemessen. Der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich zeigte sich „begeistert“ von der Premiere. Es sei eine faszinierende Idee, die Titelfigur Parsifal auf der Suche nach Erlösung durch die deutsche Geschichte gehen zu lassen. Schick und Friedrich hatten die Neuinszenierung von Stefan Herheim am Freitagabend im Bayreuther Festspielhaus miterlebt. Beide Bischöfe bekundeten zugleich Skepsis gegenüber der christlichen Motivik in der letzten Oper Wagners, die dieser als „Bühnenweihfestspiel“ tituliert hatte. Der Komponist habe sich eine „eigene und ziemlich verquaste Religion“ geschaffen, so Friedrich. Dass die Titelfigur selbst keine Erlösung benötige, sei völlig unchristlich. Schick bemängelte, im „Parsifal“ spiele keine Rolle, dass Erlösung nach christlicher Vorstellung durch den Kreuzestod Jesu möglich werde. Allerdings habe Wagner, der die Oper auch selbst inszenierte, keine christlichen und andere religiöse Symbole verunglimpft. Wenn Regisseure dies heute um der Effekte willen täten, sei dies zurückzuweisen.

Papst Benedikt XVI. trifft während seines zweiwöchigen Urlaubs in Brixen (Südtirol) nicht mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen. Der Vatikan wies am Samstag anderslautende Medienberichte zurück. Außer den Angelus-Gebeten am 3. und 10. August sowie einem Treffen mit 350 Seminaristen und Priestern am 6. August habe der Papst keine offiziellen Termine. Auch Merkel macht in diesem Sommer Urlaub in Südtirol. Es sei weder ein Treffen mit der deutschen Kanzlerin noch mit anderen in der Region weilenden Politikern vorgesehen, war aus dem Vatikan zu hören. Kurz vor seiner Rückreise nach Rom will Benedikt XVI. die Ehrenbürgerwürde der Stadt annehmen. In der Diözese Bozen trafen zahlreiche Wünsche nach nach einem Treffen mit dem Papst ein.