Beim Namen genannt

Die Jugendinitiative der Jesuitenmission und der Bereich Jugendbildung der Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus wollen mit einer Handy-Sammelaktion Geld für Hilfsprojekte einnehmen. Dazu werden alte und defekte Handys recycelt, der Erlös daraus fließt in Hilfsprojekte für bedrohte Indianervölker am Amazonas, wie der Leiter der Jesuitenmission Klaus Väthröder am Dienstag in Nürnberg erklärte. Die Schirmherrschaft hat Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) übernommen. „Wir wollen unter Jugendlichen die immer noch weit verbreitete Wegwerf-Mentalität in Frage stellen, das Umweltbewusstsein stärken und gleichzeitig über das Projekt am Amazonas soziale Hilfe in unserer Einen Welt erfahrbar machen.“ Informationen unter www.handys.jesuitenmission.de.

Ernst-Ewald Roth, früherer katholischer Stadtdekan von Wiesbaden und inzwischen Abgeordneter der SPD im Hessischen Landtag, hat geheiratet. Wie jetzt bekannt wurde, ehelichte der nach seinem Wechsel vor zwei Jahren in die Politik von seinen kirchlichen Ämtern und priesterlichen Aufgaben suspendierte frühere Stadtdekan am vergangenen Freitag im Wiesbadener Hauptstandesamt Silvia Zahlmann (42), Beamtin beim Bundeskriminalamt. Katholische Priester unterliegen der Zölibatspflicht. Theologisch gesehen ist Roth trotz seiner Suspendierung nach wie vor Priester. Das Kirchenrecht bestimmt, dass sich ein Kleriker, der eine Eheschließung, wenn auch nur in ziviler Form, versuche, die Tatstrafe der Suspension zuziehe. Wenn er trotz Verwarnung nicht zur Einsicht gekommen sei und fortfahre, Ärgernis zu geben, könne er schrittweise mit Entzug von Rechten und auch mit Entlassung aus dem Klerikerstand bestraft werden. Da Roth bereits wegen seines Wechsels in die Politik von Bischof Kamphaus suspendiert wurde, erübrigt sich eine neuerliche Suspension. In einem Bericht über die Eheschließung Roths zitiert ihn der „Wiesbadener Kurier“ in seiner Mittwochausgabe so: „Wir sind jetzt verheiratet, und das ist gut so.“ Und: „Ich habe damit niemanden provozieren wollen.“