Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Eine Welle der Anteilnahme hat der Tod von US-Prediger Billy Graham ausgelöst, nicht nur in den USA. „Der große Billy Graham ist tot“, twitterte US-Präsident Donald Trump über den Baptistenpfarrer, der vergangene Woche im Alter von 99 Jahren nach langer schwerer Krankheit in seinem Haus in Montreat im Bundesstaat North Carolina gestorben war. Graham werde Christen, aber auch Gläubigen anderer Religionen fehlen, so Trump; er sei ein „ganz besonderer Mann“ gewesen. „Billy Graham war ein Prediger des Wortes Gottes“, erklärte der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Kardinal Daniel DiNardo. Grahams Glaube und seine Integrität hätten tausenden Menschen in der ganzen Welt Jesus Christus nähergebracht. Der New Yorker Kardinal Timothy Dolan betonte, auch Katholiken hätten den Prediger der Southern Baptist Church bewundert, der mit seinen Massenevangelisationen ganze Stadien füllte. Papst Johannes Paul II. (1978–2005) habe ihn als seinen Bruder bezeichnet. „Es war schwer, Reverend Billy Graham nicht wahrzunehmen und nicht von ihm beeindruckt zu sein.“ Auch die englische Königin Elizabeth II. würdigte Graham, der auf seinen Europareisen auch Großbritannien besuchte und 2001 von ihr zum Ritter geschlagen wurde.

Der US-Finanzinvestor George Soros erhält den Menschenrechtspreis des Konzerthauses Düsseldorfer Tonhalle. Der 87-Jährige setze sich seit Jahrzehnten für Menschenrechte, Redefreiheit und Bildung in der Welt ein, teilte die Tonhalle mit, und spende einen Großteil seines Vermögens an internationale Hilfsorganisationen und Bildungsstätten. Der aus Ungarn stammende Milliardär Soros ist ein Kritiker vieler Regierungen. Initiiert wurde der mit 10 000 Euro dotierte Preis von dem Chefdirigenten der Düsseldorfer Symphoniker, Adam Fischer, der seit Jahren gegen Rassismus und Fremdenhass kämpft. Der Preis wird am 22. März einem Repräsentanten der Soros-Stiftung übergeben.