Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Weihnachten ist für den Leipziger Maler Michael Triegel eng mit Ostern und der Passion verbunden. „Klar, beginnt mit der Geburt das wunderbare Leben. Aber es ist eben auch der erste Tag des Sterbens. Wir wissen, am Ende steht der Tod und die Hoffnung der Auferstehung“, sagte Triegel im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Leipzig. „Natürlich ist es gut, dass zu Weihnachten mit der Geburt Jesu das Licht der Welt zu uns in die Dunkelheit kommt. Aber es kommt eben in die Dunkelheit – in eine kaputte, labyrinthische Welt.“ Derzeit malt Triegel an einem Weihnachtsbild für die katholische Pfarrkirche Sankt Oswald im bayrischen Baunach. „Die Idee war, dass ich Weihnachten spiegele und als den ersten Schritt zur Passion zeige“, so Triegel, der zur Neuen Leipziger Schule gehört und im Stile der italienischen Renaissance malt. „Ich finde, das Schöne am Weihnachtsfest ist, dass es ein Trotzdem ist und ein Versprechen auf Hoffnung.“

In der Kirche oder bei der Frauenbewegung war sie stets aktuell – nun haben Farbexperten Violett zur Trendfarbe des kommenden Jahres ausgerufen. Violett stehe, zumal in der Power-Version „ultra“, für „visionäres Denken, für den Kosmos und das Geheimnisvolle an dem, was uns die Zukunft bringen wird“, so lautet die Begründung. Goethe sah es etwas anders. Er verband mit Lila die „Schrecken des Weltuntergangs“.