Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Papst Franziskus (Foto: dpa) hat zu mehr Umweltschutz gemahnt, um Naturkatastrophen zu verhindern. Solche Ereignisse könnten oft verhindert oder zumindest in ihren Auswirkungen eingedämmt werden, wenn die natürlichen Ressourcen geschont würden, sagte er gestern bei seiner Generalaudienz anlässlich des heutigen internationalen Tags der Katastrophenvorbeugung. Der Papst ermutigte dazu, gemeinsam eine „Kultur der Prävention“ zu fördern. Es gehe um weitsichtigen Schutz des „gemeinsamen Hauses“ und darum, so die „Risiken für die verletzlichsten Völker“ zu verringern. Dabei könnten auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse helfen. Der internationale Tag der Katastrophenvorbeugung war 1989 von den Vereinten Nationen eingeführt worden.

Heute will sich das Oberste Gericht in Islamabad in letzter Instanz mit dem Todesurteil gegen die Christin Asia Bibi beschäftigen. Die heute 50-jährige Landarbeiterin ist die erste Frau, die in Pakistan aufgrund des umstrittenen Blasphemiegesetzes zum Tode verurteilt worden war. Im Juni 2009 hatte sie in ihrem Dorf für ihre muslimischen Kolleginnen Wasser aus einem Brunnen geholt. Zwei von ihnen beschwerten sich anschließend darüber, dass sie als Christin auch aus dem Gefäß getrunken und damit das Wasser verunreinigt habe. Außerdem habe sie den Propheten Mohammed beleidigt. Asia Bibi wurde wegen Blasphemie angezeigt, verhaftet und 2010 zum Tod durch den Strang verurteilt. 2014 bestätigte ein Berufungsgericht das Urteil, 2015 setzte der Oberste Gerichtshof die Todesstrafe aus und machte damit den Weg frei für die erneute Anhörung.