Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Franziska Liebhardt (Foto: dpa) hat bei den Paralympics in Rio de Janeiro die Goldmedaille im Kugelstoßen gewonnen und damit noch auf dem Podest ihre sportliche Karriere beendet. Die 34-jährige Leichtathletin leidet an einer Autoimmunerkrankung, weshalb sie eine Spenderlunge und eine Spenderniere hat. Zudem hat sie eine halbseitige spastische Lähmung, weshalb sie im Behindertensport aktiv ist. Mit der Goldmedaille im Kugelstoßen geht für die Leverkusenerin ein Traum in Erfüllung. „Ich bin so glücklich, dass sie sich ihren Traum erfüllen konnte, einmal bei Paralympics dabei zu sein – und dann auch noch Gold, das ist der Wahnsinn“, sagte ihre Trainerin Steffi Nerius. Bei dem Wettkampf am Dienstagabend (Ortszeit) konnte Liebhardt den von ihr im Mai aufgestellten Weltrekord auf 13,96 Meter verbessern. Auf den zweiten Platz kam ihre größte Konkurrentin, die Chinesin Na Mi. „Ich habe immer gedacht, dass die noch kontert, dass sie mir vor dem letzten Versuch noch einen vor den Latz haut“, erzählte Liebhardt. Nach dem sechsten Wettkampftag liegen die Deutschen Athleten nun mit sechsmal Gold auf dem zehnten Platz. Aus gesundheitlichen Gründen hört Liebhardt nach den diesjährigen Paralympics mit dem Leistungssport auf. Die deutsche Kugelstoßerin und Weitspringerin setzt sich rund um das Thema Organspende ein. Sie engagiert sich beispielsweise im Verein „Sportler für Organspende“ und in der „Kinderhilfe Organtransplantation“.