Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Elyas M'Barek, Schauspieler (Foto: dpa), reagierte auf den Erdrutschsieg des Kandidaten der FPÖ, Norbert Hofer, bei der ersten Runde der österreichischen Bundespräsidentenwahl und twitterte: „Hab nen österreichischen Pass zu verschenken. Will den nicht mehr.“ Der Dreiunddreißigjährige, der vor allem durch die Hauptrolle in der Kinofilm-Reihe „Fack ju Göhte“ populär wurde, ist Sohn einer Österreicherin und eines Tunesiers, wurde in München geboren und verbrachte dort seine Kindheit. Einen deutschen Pass habe er aber nie gewollt, zitierte ihn 2012 die Zeitschrift „Grazia.“ „Wir leben doch in der EU, weshalb sollte ich zu tausend Ämtern rennen?“

Johanna Wanka (CDU), Bundesbildungsministerin, setzt angesichts der großen Zahl unbesetzter Lehrstellen auf den Ausbildungswillen junger Flüchtlinge. Entsprechende Kampagnen liefen bereits, sagte Wanka am Mittwoch dem SWR. Sie rechne damit, dass schon im kommenden Herbst eine beträchtliche Zahl an Flüchtlingen so weit sei, dass sie in Ausbildungsverträge kommen könnten. Und zwar überall im Land und gerade in Mangelberufen. Der Berufsbildungsbericht von Wanka weist für das Ausbildungsjahr 2015 rund 41 000 unbesetzte Lehrstellen aus. Gründe sind den Angaben zufolge ein sinkendes Interesse an manchen Berufen, wie Klempner, Metzger oder im Restaurantbetrieb, der demographische Wandel, aber auch der anhaltende Trend zu studieren. Vor allem Kleinbetriebe zögen sich deshalb aus dem dualen Ausbildungssystem zurück.