Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Rabeya Müller, Kölner Islamwissenschaftlerin, hat muslimische Gemeinden aufgerufen, Frauen ohne Kopftuch in den eigenen Reihen auszuhalten. Am Kopftuch dürfe nicht die Gläubigkeit einer Frau bemessen werden, sagte sie. Umgekehrt dürfe die Gesellschaft nicht die Demokratiefähigkeit einer Frau infrage stellen, wenn sie sich selbstbestimmt und aus religiöser Überzeugung für ein Kopftuch entscheide. Müller, Vizevorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes, übte Kritik an Ländern wie dem Iran oder Saudi-Arabien, die das Kopftuch vorschreiben und keine Entscheidungsfreiheit zuließen.

Nach dem Fall des erfundenen Flüchtlingstods in Berlin hat der Berliner Erzbischof Heiner Koch die politischen Reaktionen kritisiert und die Helfer verteidigt. Am Mittwochabend hatte die Polizei bekannt gegeben, dass die Angaben eines Flüchtlingshelfers zum Tod eines Syrers frei erfunden waren. Die Darstellung hatte sich über die sozialen Netzwerke verbreitet und wurde von der Initiative „Moabit hilft“ lange als glaubwürdig dargestellt. „Moabit hilft“ räumte unterdessen im rbb-Sender radioEINS ein, einen großen Fehler gemacht zu haben und kündigte Konsequenzen an. So müsse sich die Initiative professionalisieren. „Wir werden künftig besser überprüfen und intensiver miteinander sprechen müssen“, sagte die Sprecherin der Initiative, Diana Henniges.