Beim Namen genannt

Beim Namen genannt
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Beim Namen genannt
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Mit Blick auf den Syrien- und Irakeinsatz der Bundeswehr hat der katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck (Foto: dpa) das schnellstmögliche Ende der Gewalt als oberstes Ziel bezeichnet. Darauf müssten alle politischen, militärischen und gesellschaftlichen Ebenen hinwirken, „auch wenn sich zurzeit einfache Wege zu einem Frieden in Nahost nicht abzeichnen“, sagte Overbeck in Berlin. Er mahnte, neben der Beachtung zwingender politischer Voraussetzungen vor allem ethische Kriterien wie auch christliche Werte zur Beurteilung des Einsatzes im Blick zu behalten. „Die Anwendung militärischer Gewalt ist ethisch immer ein schweres Übel und in einem hohen Maß legitimationsbedürftig“, betonte Overbeck. Der Bischof erinnerte an die Kriterien der kirchlichen Friedenslehre, die eine Orientierungshilfe bei der Entscheidungsfindung sein sollten. „Demnach darf die Anwendung militärischer Gewalt nur als Ultima Ratio, als letztes Mittel, in Betracht gezogen werden und bedarf einer begründeten Aussicht auf Erfolg.“

Thomas Sternberg, der neue Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), ruft zu einem Schulterschluss mit den muslimischen Gemeinden auf. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Sternberg, das ZdK wolle sich „gemeinsam mit Muslimen gegen die Pervertierung des Islam als Begründung für Terror und Mord einsetzen“. Was unter dem Titel „Islamischer Staat“ (IS) ablaufe, sei „nicht der Islam“, erklärte Sternberg. Allerdings nutzten die Terroristen Versatzstücke islamischer Strömungen.