Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Dem iranischen Fußball-Nationalspieler Ashkan Dejagah (Foto: dpa) droht in der Heimat Ärger wegen seiner Tätowierungen. Die Ethik-Kommission des Iranischen Fußballverbandes (FFI) lud den 29 Jahre alten Deutsch-Iraner nach dem WM-Qualifikationsspiel gegen Indien vor. Dejagah und sein ebenfalls tätowierter Mannschaftskollege Sardar Asmun müssen mit einer Sperre oder einer Geldstrafe rechnen. Außerdem dürften beide Spieler wegen der Tätowierungen künftig nur noch mit langärmligen Trikots spielen, hieß es. Die FFI-Ethikkommission ist strikt gegen Tätowierungen der Nationalspieler, ebenso gegen auffällige Frisuren. Diese seien „westliche kulturelle Invasion“ und würden die islamischen Werte gefährden. Besonders Nationalspieler sollten als Vorbilder für die Jugend derartige westliche Symbole vermeiden.

Laura Poitras (51), US-amerikanische Dokumentarfilmerin und Journalistin, erhält den Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung und Versöhnung 2015. Der Förderpreis geht an den Verein Barada Syrienhilfe, wie die Marion Dönhoff Stiftung in Hamburg mitteilte. Der zum 13. Mal verliehene Preis wird von der Wochenzeitung „Die Zeit“, der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Marion Dönhoff Stiftung ausgelobt. Die Auszeichnungen sind mit je 20 000 Euro dotiert. Poitras erhalte den Preis für ihre Filme, in denen sie sich mit der Überwachung von Bürgern durch Nachrichtendienste sowie Fehlentwicklungen beim Kampf gegen den Terror auseinandersetze, so die Jury.