Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Die deutsche Botschafterin beim Vatikan, Annette Schavan (Foto: dpa), wünscht sich mehr religiöse Bildung. „Sie hilft, die eigene Religion nicht absolut zu setzen und die andere nicht zu bekämpfen, sondern durch Wissen über das Eigene zum Dialog mit Andersglaubenden bereit zu sein“, sagte Schavan am Mittwoch dem Internetportal katholisch.de. Auch die islamische Theologie an Universitäten sei dabei ein wichtiges Instrument für Aufklärung und Dialog. Denn Glaube und Religion, so die ehemalige Bildungsministerin, dürfen eben nicht mit persönlicher Unfreiheit und Unterdrückung von Nicht- und Andersgläubigen verbunden sein. Eines müsse immer klar sein: „Welcher Religion man auch angehört, Grundvoraussetzung für jeden Bürger ist, dass das Grundgesetz für jeden gilt. Die Religion darf nicht als Konkurrenz oder Alternative zu einer weltlichen Ordnung gesehen werden.“

Ali Mitgutsch (79), Schöpfer der berühmten Wimmelbücher, stellt in München eine zunehmende Entfremdung fest. „Ich sehe die Menschen kaum noch miteinander auf der Straße reden, so aus der Begegnung heraus. Die Vertrautheit der Bewohner untereinander ist verloren gegangen, die Nachbarschaft, die Geborgenheit, die Neugier auf das Fremde“, sagte er im Interview der dpa anlässlich seines 80. Geburtstages am Freitag. Dabei seien freundliche Kontakte lebenswichtig, auch für die Gesundheit: „So ein Lächeln, das steigert die Zufriedenheit und spart vielleicht sogar einen Arztbesuch, weil einfach der Blutdruck stimmt.“