Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Neben Bundespräsident Joachim Gauck hat auch Münsters Bischof Felix genn (Foto: dpa) am Freitag in Haltern am Trauergottesdienst für die beim Airbus-Absturz getöteten Schüler und Lehrerinnen des dortigen Gymnasiums teilgenommen. „Ich bin als Seelsorger und Mensch nach Haltern gefahren, um den Opfern und Angehörigen zu zeigen, dass ich – wie viele andere auch – im Gebet und in Gedanken mit ihnen verbunden bin“, erklärte Genn im Anschluss. Haltern gehört zu seiner Diözese. Ein gemeinsamer Ort für die Trauer sei wichtig, so der Bischof. „Als die Namen der Verstorbenen einzeln genannt wurden und dazu jeweils eine Kerze entzündet und eine Rose niedergelegt wurde, habe ich immer mehr und tief in mir gespürt, wie gut es ist, auf diese Weise der Verstorbenen zu gedenken.“

Die Bundesärztekammer mahnt zur Vorsicht angesichts einer geforderten Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht nach dem Flugzeugabsturz. „Die bislang bekannt gewordenen Hintergründe des schrecklichen Flugzeugabsturzes vom vergangenen Dienstag dürfen nicht zu vorschnellen politischen und rechtlichen Entscheidungen verleiten“, sagte Kammerpräsident Frank Ulrich Montgomery am Montag in Berlin. Die ärztliche Schweigepflicht und das verfassungsrechtlich geschützte Patientengeheimnis seien „ein hohes Gut“ und Menschenrecht, betonte Montgomery.