Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Kardinal Karl Lehmann (78), Bischof von Mainz, ist am Dienstagabend mit dem mit 10 000 Euro dotierten Romano Guardini-Preis der Katholischen Akademie in Bayern ausgezeichnet worden (Foto: dpa). Der ehemalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz habe das „Lebensabenteuer“ praktiziert, sich unermüdlich den geistigen Erfahrungen der Menschen auszusetzen, sagte der französische Philosoph Jean Greisch in seiner Laudatio. Seine lange Amtszeit von 1987 bis 2008 habe ihm den Ruf eingebracht, das „katholische Gesicht Deutschlands“ zu sein.

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) will weiter eng mit den Kirchen und ihren Projekten kooperieren. „Die Zusammenarbeit mit der Kirche ist häufig ein sehr erfolgreicher Weg, Entwicklung zu fördern und die Chancen der Menschen zu verbessern, insbesondere dort, wo wir es mit korrupten Staatenlenkern zu tun haben“, sagte der Minister im Gespräch mit dem „missio magazin“ in München. Er wolle auf die lange Tradition und die großartige Arbeit aufbauen, sagte Müller weiter. Das Engagement weise bereits sichtbare Erfolge auf. So habe sich die Zahl der Menschen, die in extremer Armut lebten, halbiert. Auch im Gesundheitsbereich, vor allem im Kampf gegen HIV gebe es enorme Verbesserungen und Fortschritte. Als wichtiges Feld nannte der CSU-Politiker die Bekämpfung des Hungers: „Wir können jeden Menschen auf der Welt satt machen. Wir müssen es wollen.“