Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, setzten bei einer Unterschriftenaktion gemeinsam ein Zeichen gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen. Im Anschluss an den Jahresempfang des Missbrauchsbeauftragten setzten beide ihre Unterschrift auf ein großes weißes „X“, dem Symbol der Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“, die Anfang vergangenen Jahres ins Leben gerufen worden war. Vorher hatte Manuela Schwesig vor Betroffenen, Mitgliedern des Deutschen Bundestages, Vertreterinnen und Vertretern der Bundesregierung und der Kirchen, des Sports und der Wohlfahrtspflege, Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Fachpraxis ihr Gesamtkonzept für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vorgestellt. „Sexuelle Gewalt an Kindern ist ein schreckliches Verbrechen, gegen das wir konsequenter vorgehen müssen. Es ist daher unsere Pflicht, die Kinder zu schützen“, sagte Schwesig. Der Schutz vor sexueller Gewalt sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und jeder habe an seiner Stelle und in seinem Bereich eine Verantwortung, so die Ministerin. Rörig betonte: Missbrauch erledigt sich nicht von alleine und braucht das Engagement aller. Wir dürfen in diesem gemeinsamen Engagement nicht nachlassen.“ Hierfür brauche es politischen Willen, gesellschaftlichen Konsens und fachlichen Austausch. Missbrauch müsse dauerhaft „interdisziplinär, ressort- und fraktionsübergreifend“ angegangen werden. „Auch wenn wir uns nicht der Illusion hingeben dürfen, Missbrauch komplett einzudämmen, können wir diesem Ziel gemeinsam doch deutlich näherkommen“, sagte Rörig.