Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Paul Kirchhof (70), früherer Bundesverfassungsrichter aus Heidelberg, ist mit dem erstmalig verliehenen „Ordo Socialis Preis“ ausgezeichnet worden. Medaille und Urkunde erhielt er am Samstag in Bad Honnef von der wissenschaftlichen Vereinigung „Ordo socialis“. Er bekomme den Preis für sein christliches Engagement und für seine wertvollen Beiträge zur Lösung ordnungspolitischer Probleme. Die Vereinigung „Ordo socialis“ wurde 1986 auf Initiative des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) in Köln gegründet, um die christliche Gesellschaftslehre zu fördern.

Maik Hinkel (50), Bauunternehmer des umstrittenen Großprojekts an der Berliner „East Side Gallery“, wurde durch die Stasi-Unterlagenbehörde (BSTU) als inoffizieller Mitarbeiter (IM) des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) enttarnt. Hinkel war seit 1982 als IM auf die Katholische Studentengemeinde in Sachsen und deren westdeutsche Kontaktpersonen angesetzt, berichtet die Zeitschrift „SUPERillu“ mit Verweis auf nun veröffentlichte Akten der BSTU. Darin heißt es, Hinkel habe – unter dem Decknamen „Jens Peter“ – „politisch zuverlässig und ehrlich mit dem MfS zusammengearbeitet“. Die Akte XVIII-1493/82 enthält zahlreiche Berichte des IM über Studienkollegen und deren Freundeskreis, Nachbarn und West-Besucher.