Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

John Onaiyekan (Foto: KNA), seit 1994 katholischer Erzbischof von Abuja in Nigeria, hat im belgischen Mechelen den diesjährigen Friedenspreis von Pax Christi International erhalten. Der 68jährige Onaiyekan werde geehrt für seine Bemühungen um gegenseitiges Verständnis und Dialog zwischen den unterschiedlichen Glaubensrichtungen in Afrika und vor allem in seinem multiethnischen Heimatland Nigeria, teilte die Friedensbewegung in Brüssel mit. Der Preis wird jährlich an eine Persönlichkeit für ihren Einsatz gegen Gewalt und Ungerechtigkeit vergeben. Seit den Anschlägen des 11. September 2001 hat Erzbischof John Olorunfemi Onaiyekan immer wieder auf die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen Muslimen und Christen verwiesen. Im ethnisch nahezu geteilten Nigeria sind die Gefahren und Konsequenzen religiös verbrämter Zusammenstöße besonders augenfällig. Auch die Ökumene ist dem Erzbischof ein wichtiges Anliegen. Onaiyekan wurde am 29. Januar 1944 im nigerianischen Kabba geboren. 1969 empfing er die Priesterweihe und 1983 die Bischofsweihe. 1992 wurde er zum Bischof und zwei Jahre später zum ersten Erzbischof von Abuja ernannt. Seit 1999 ist Onaiyekan Vorsitzender der Nigerianischen Bischofskonferenz. Am 24. November nimmt ihn Papst Benedikt XVI. in Rom ins Kardinalkollegium auf.