Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Daniel Barenboim, ein bedeutender zeitgenössischer Dirigent (Foto: dpa), hat ein großes Lob für Benedikt XVI.: Der Papst sei „ein richtiger Musiker“, auch wenn er selbst keine Musik mache, sagte Barenboim am Wochenende im Interview mit Radio Vatikan. Benedikt XVI. besitze eine umfassende Kenntnis von Musik, so der Dirigent. Er bewundere den Papst für seine berührenden Worte über Beethoven, die er Anfang Juni in der Mailänder Scala geäußert habe. Barenboim hatte dort mit dem Orchester des Opernhauses zu Ehren von Benedikt XVI. die 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven aufgeführt. Am kommenden Mittwoch, dem Namenstag des Papstes, tritt der argentinisch-israelische Dirigent mit dem West Eastern Divan Orchestra in der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo abermals vor Benedikt XVI. auf. Auf dem Programm stehen die 5. und 6. Symphonie Beethovens. Wenn der Papst Zeit und Lust habe, würde er sich mit ihm sehr gerne über die Beziehung zwischen Religion und Musik unterhalten, sagte Barenboim. Im 1999 von Barenboim gegründeten West Eastern Divan Orchestra spielen Musiker aus Israel, den Palästinensergebieten sowie anderen Staaten des Nahen Ostens. Der Auftritt in Castel Gandolfo ist die zweite Station der diesjährigen Europa-Tournee des Orchesters. Sie beginnt am heutigen Dienstag in München.

Josef Sayer (70), ehemaliger Hauptgeschäftsführer des Bischöflichen Hilfswerks Misereor, und Hans Joas (63), Freiburger Soziologe, haben am vergangenen Freitagabend die Ehrendoktorwürde der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen erhalten.