Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Anna Mollel (60, Foto: Childrens World) aus Tansania wurde gestern wegen ihres Engagements für behinderte Massai-Kinder mit dem „World's Children's Prize 2012“ ausgezeichnet. Die Organisatoren des Weltkinderpreises, der auch als Kindernobelpreis bezeichnet wird, ehren Mollel für ihr „Engagement für Kinder mit Behinderungen in armen ländlichen Regionen im Norden Tansanias“, wie die Organisation „Children's World“ am Dienstag in Stockholm mitteilte. Der „Kindernobelpreis“ wird jährlich vergeben und ist mit insgesamt rund 78 000 Euro dotiert. 2,5 Millionen Kinder auf der ganzen Welt hatten nach Angaben der Hilfsorganisation an der Wahl des diesjährigen Preisträgers teilgenommen. Schwedens Königin Silvia wird den Preis auf Schloss Gripsholm überreichen. Anna Mollel begann 1990 in dem Behindertenzentrum Huduma ya Walemavu der Diözese Arusha zu arbeiten. Sie initiierte dort die professionelle Aufklärungsarbeit über Behinderungen in der Massai-Bevölkerung. Ein Team von Mitarbeitern fährt seither von Dorf zu Dorf, schult die Heiler und Hebammen, spricht mit den Familien der Behinderten, klärt auf und unterrichtet in Methoden der Diagnostik und der Pflege für Behinderte. Von 2000 bis 2008 war Mollel Leiterin des Projekts. Sie ist inzwischen pensioniert und hat die Leitung an ihre Nachfolgerin Mireile Kapilima übergeben. Weiterhin engagiert sich Mollel aber ehrenamtlich für das Behindertenzentrum. 12 500 Kindern der Massai konnte seit 1990 geholfen werden. Die Deutsche Caritas begrüßte die Preisverleihung. Mollels Behindertenzentrum werde seit 1996 von Caritas international, dem Hilfswerk der deutschen Caritas, gefördert.