Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Norbert Trelle, Bischof von Hildesheim (Foto: dpa), hat Kritik am Umgang mit dem Atommülllager Asse geübt. „Jahrzehntelanges Verschweigen und auch eine gewisse Gleichgültigkeit haben in der ,Asse' zu einem Umweltskandal geführt, dessen mögliche katastrophale Folgen noch nicht absehbar sind“, sagte Trelle beim Besuch der Schachtanlage Asse II bei Remlingen. Trelle forderte, Atommüll bei höchsten Sicherheitsanforderungen so zu lagern, dass er rückholbar sei. Dies müsse so erfolgen, dass „zukünftigen Generationen die Option bleibt, Gefahren des Atommülls zu vermindern, wenn entsprechende Technologien verfügbar sind“.

Wilhelm Imkamp, Wallfahrtsdirektor im schwäbischen Maria Vesperbild und gefragter Beichtvater, hat sich mit Blick auf die Debatte um Bundespräsident Christian Wulff über die Zusammenhänge von Buße, Reue und Wiedergutmachung bei KNA geäußert. Auf die Frage, ob es für einen Amtsträger eine andere, höhere Moral als für „Otto Normalsünder“ gebe, antwortete der Prälat, dass von einem Amtsträger gerade in einer demokratischen Öffentlichkeit eine höhere Integrität erwartet werde als von einem Normalbürger. Je höher ein Amt, desto höher seien die Ansprüche, so Imkamp. Gleichzeitig speise sich die Sehnsucht des Normalbürgers nach der höheren Moralität des Amtsträgers auch aus der Erfahrung des eigenen Unvermögens.