Beim Namen genannt

Franco Miano, Präsident der „Katholischen Aktion“ Italiens (Foto: INT), hat am Dienstag die Mittelmeerinsel Lampedusa besucht. Zweck der Reise war es, sich über die Situation auf der Insel zu informieren, auf der seit Jahresbeginn Zehntausende Flüchtlinge und Migranten ankamen, wie die katholische Laienbewegung mitteilte. Zudem habe er die lokale Gruppe seiner Organisation in ihrer Arbeit bestärken wollen, so Miano. Lampedusa sei der Zielort vieler Menschen, die auf der Flucht vor Armut und Konflikten seien und eine Grundlage, auf der sie eine bessere Zukunft errichten könnten. Kommende Woche wird der für Lampedusa zuständige Erzbischof von Agrigent, Francesco Montenegro, gemeinsam mit seinem Amtsbruder aus Tunis, Maroun Lahham, die Insel besuchen. Montenegro befindet sich seit Montag in Tunesien. Bis Donnerstag will er engere Kontakte zu den dortigen katholischen Gemeinden knüpfen, damit die Kirche in beiden Ländern „der Migrationsbewegung begegnen und zu einem friedlichen Zusammenleben von Muslimen und Christen beitragen“ könne, heißt es in einer Mitteilung. Demnach sind in diesem Jahr bereits rund 26 000 junge Tunesier auf Lampedusa gelandet.

Michael Wegner (50), stellvertretender Regionalbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), wird neuer geschäftsführender Direktor der Geschäftsstelle „Luther 2017“ in Wittenberg und der Evangelischen Wittenbergstiftung. Das Kuratorium der Stiftung berief ihn zum Nachfolger von Prälat Stephan Dorgerloh, wie die Evangelische Kirche in Deutschland am Dienstag in Hannover bekanntgab. Wegner tritt sein neues Amt im November an. Dorgerloh ist jetzt Kultusminister von Sachsen-Anhalt.