Beim Namen genannt

Peter Seewald, (Foto: dpa) Autor des Interview-Buches „Licht der Welt“ mit Papst Benedikt XVI., sagte am gestrigen Freitag der „Passauer Neuen Presse“, dass sich das Buch zu einem „Weltbestseller“ entwickele. Die Auflage liege mittlerweile bei der im Herder-Verlag erschienenen deutschen Ausgabe bei 180 000 Exemplaren, so Seewald gegenüber der Zeitung. In Italien wolle der zuständige Vatikan-Verlag bis Weihnachten 150 000 Stück ausgeliefert haben. Die bisherige Auflage in den USA habe Seewald auf 100 000 beziffert. In Spanien und Frankreich seien die Auflagen „verfünffacht worden“, sagte der Journalist. Ähnliches gelte für Portugal, Polen und Südamerika. Das bisher in Deutsch und acht weiteren Sprachen vorliegende Buch solle zudem in den nächsten Wochen in acht weiteren Übersetzungen erscheinen. Seewald bereist derzeit verschiedene europäische Länder, um das Werk vorzustellen.

Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen, hat die Kommerzialisierung des Advent beklagt. Die Werbung mache die Wochen vor der Geburt Jesu zum „Weihnachtsgeschäft“, so Overbeck in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift „Kompass“ des katholischen Militärbischofs. Advent sei jedoch nicht Weihnachten. Diese Selbstverständlichkeit drohe weit vor Weihnachten im Glühweindunst und Kaufhausgedudel“ übertönt zu werden. Der Bischof: „Advent heißt nicht Allkauf, sondern Ankunft.“ Weiter rief Overbeck zu Momenten der Ruhe und Besinnung in der Adventszeit auf. Das könne helfen, „adventlich zu leben“. So könnten Menschen einmal bewusst „die Stille aufsuchen“, in einer Kirche oder andernorts. Viele Gotteshäuser hielten dafür in den Wochen vor dem Weihnachtsfest eigens die Türen offen.