Beim Namen genannt am 24. Januar 2019

Beim Namen genannt

Kurienkardinal Gerhard Müller hat sich in der Debatte um den Begriff „christliches Abendland“ zu Wort gemeldet. Der Widerspruch gegen den Terminus komme von ungewohnter Seite. Als geschichtliche Erscheinung habe das christliche Abendland gar keine zustimmende oder ablehnende Haltung verdient, so Müller gegenüber dieser Zeitung. „Was hinter dem Nebel so vieler politisch korrekter und doch theologisch so absurder Stellungnahmen auftaucht, ist der Zweifel an der Einzigkeit Jesu Christi“, gibt Müller zu bedenken. Für Christen gebe es keinen Grund, sich des Evangeliums zu schämen und sich für ihre Geschichte vor einem irreligiösen oder andersgläubigen Tribunal zu rechtfertigen. „Wir dürfen nicht Jesus verleugnen aus Angst, als zu dogmatisch, rechtgläubig oder unaufgeklärt verschrien zu werden“, so der 71-Jährige.

Ein besonderer „Tag des Festes“ war für die chaldäische Kirche der 18. Januar: mit Dominikanerpater Michael Najeeb Moussa und P. Robert Jarjis wurden an einem Tag zwei Priester von Kardinal-Patriarch Mar Louis Raphael Sako zu Bischöfen geweiht. Moussa ist fortan neuer Erzbischof von Mosul, Jarjis Weihbischof von Bagdad. Die doppelte Bischofsweihe bestätige die „Dynamik und Vitalität“ der christlichen Gemeinschaft, die imstande sei, die sich ihr jeden Tag stellenden „tausend Herausforderungen“ zu bewältigen, erklärte Sako laut Berichten der katholischen Nachrichtenagentur „AsiaNews“. An der Bischofsweihe in Bagdad nahmen neben tausenden Gläubigen auch Bischöfe aus allen Teilen des Iraks teil, sowie Botschafter, Regierungsmitglieder und Führer des schiitischen und sunnitischen Islams im Irak.

Zur Feier des 513. Jahrestages ihrer Gründung haben die Soldaten der Päpstlichen Schweizergarde erstmals Kunststoffhelme getragen. Diese wurden mit Hilfe eines 3D-Druckers hergestellt und ersetzen die bisherigen Helme aus Metall.