BEIM NAMEN GENANNT

Hans Dietrich Genscher (83), langjähriger Bundesaußenminister (mit seiner Frau Barbara, Foto: dpa), hat zwar Respekt vor dem Tod, setzt jedoch auf die Kraft des Glaubens. Natürlich habe er Angst vor dem Sterben, bekannte der FDP-Politiker in einem Gespräch mit der „Bild“-Zeitung (Mittwoch). „Aber als Christ bin ich vorbereitet – und weiß, wovon ich rede.“

Christine Haderthauer (CSU), bayerische Sozialministerin, hat für mehr Frauen in Führungspositionen plädiert. „Leider werden die meisten Spitzenjobs immer noch aus Prinzip mit Männern besetzt“, sagte die Ministerin der in München erscheinenden Illustrierten „BUNTE“. Dabei kritisierte sie, dass viele Männer meinten, allein die Tatsache, ein Mann zu sein, qualifiziere sie für eine Führungsposition. Auf die Frage, ob sie sich das Amt des Ministerpräsidenten zutraue, habe sie gelächelt und nach einer kurzen Pause gesagt: „Können könnt ich's.“ Solange Qualität nur nach männlichen Maßstäben gemessen werde, komme man nicht weiter, erklärte Haderthauer. „Das ist ein bisschen so, als würde man einen Chinesen danach beurteilen, wie gut er Japanisch spricht.“ Nach Ansicht der Ministerin treten Frauen oft authentischer auf und kommunizieren erfolgreicher. Doch im Gegensatz zu vielen Frauen seien Männer immer grundsätzlich von sich überzeugt, egal wie gut oder schlecht ihre Arbeit sei. Viele Chefs in Deutschland verträten zudem die Meinung, Führungsaufgaben in Teilzeit seien nicht möglich, beklagte die 47-jährige Mutter zweier erwachsener Kinder. Führung sei aber eine Frage von Qualität und nicht allein vom Zeitaufwand.