BEIM NAMEN GENANNT

Bischof Jean-Michel di Falco (69), Oberhirte der südostfranzösischen Alpendiözese Gap, hat den Erfolg der Kleriker-Band „Les Pretres“ („Die Priester“) verteidigt. „Man muss mit der Zeit gehen“, sagte der Bischof in einem Interview der Fernsehbeilage „TVMag“ (Freitag). „In der Epoche der Hochgeschwindigkeitszüge fahre ich ja auch nicht mit der Kutsche.“ Das Album „Spiritus Dei“ steht in Frankreich seit Wochen an der Spitze der Album-Charts. Bislang wurden 300 000 Exemplare verkauft. Di Falco, in Frankreich als früherer Sprecher der Bischofskonferenz einem großen Publikum bekannt, hatte die Sänger als „die drei schönsten Stimmen von Geistlichen“ seines Bistums bezeichnet. Das Album enthält sowohl französische Pop-Evergreens als auch geistliche Vokalmusik. Die Gruppe „Les Pretres“ besteht aus den beiden Geistlichen Jean-Michel Bardet und Charles Troesch sowie dem Seminaristen Dinh NGuyen nguyen (Foto: INT). Mit dem Erlös sollen Computer für eine Schule und ein Gebetssaal finanziert werden.

Glück und Geistesgegenwart hat eine 76-jährige Ordensfrau aus Ciney in Belgien gehabt, als am Mittwochabend ein schweres Unwetter den örtlichen Kirchturm teilweise zerstörte. Zum Zeitpunkt des Gewitters sei sie alleine in der denkmalgeschützten Kirche gewesen, als plötzlich ein Teil des Daches eingestürzt sei, berichtete die Zeitung „Le Soir“ am Freitag. Herabfallende Trümmer des zerstörten Turmdaches durchschlugen das Dach des Kirchenschiffs. Schwester Agnes berichtete nach Angaben der Zeitung, sie habe kühlen Kopf bewahrt und zunächst einmal alle Kerzen in der Kirche gelöscht, um zu verhindern, dass auch noch ein Feuer entstehe. Sie selbst blieb unverletzt.