Ärzte fordern Hilfe für Flüchtlinge in Tripolis

Berlin/Tripolis (DT/KNA) Die Organisation Ärzte ohne Grenzen hat die Vereinten Nationen zur schnellen Hilfe für Migranten in Tripolis aufgerufen. In der libyschen Hauptstadt lebten Hunderte von Flüchtlingen aus Subsahara-Ländern unter „erschreckenden Verhältnissen und völlig ungeschützt in zwei provisorischen Lagern“, teilte der Verband am Mittwoch in Berlin mit. Es müsse dringend eine grundlegende Versorgung dieser in und um Tripolis festsitzenden Migranten sichergestellt werden. Die Flüchtlinge hätten den Teams von Ärzte ohne Grenzen berichtet, dass sie die Notlager nicht verlassen könnten aus Angst, in der Stadt angegriffen, geschlagen oder eingesperrt zu werden. So seien sie etwa nachts von bewaffneten Männern bedroht worden. Die Ärzte-Vereinigung warnte zugleich vor einer Abschottungspolitik gegenüber den Migranten, die zurzeit in Tripolis leben. Sowohl die Nachbarstaaten Libyens als auch die europäischen Regierungen müssten für die betroffenen Menschen den Zugang zu Asylverfahren und menschenwürdigen Aufnahmebedingungen gewährleisten.