7 500 Denkmäler öffnen am Sonntag ihre Tore

Bundesweiter Tag des offenen Denkmals – Thema „Farbe“

Bonn (DT/KNA) Dem Thema „Farbe“ widmet sich der bundesweite Tag des offenen Denkmals am Sonntag. Dann öffnen wieder mehr als 7 500 archäologische Stätten, Bauten, Gärten und Parks ihre Türen. Die bundesweite Eröffnung findet diesmal in Hamburg statt. Die Aktion steht in jedem Jahr unter einem anderem Motto.

Die Initiatoren beschreiben ihre Themenwahl als „wahres Universalthema“. Gezeigt werden soll diesmal, wie Farben nach historischem Vorbild hergestellt und am Bau verwendet werden können. Außerdem geht es darum, wie die Wirkung von Farbe gezielt eingesetzt wurde, um die Sinneseindrücke der Betrachter zu prägen. Das Thema Farben und Muster ist ein weites Feld – in dem allein Kirchenfenster, so die Organisatoren, einen eigenen Schwerpunkt bilden könnten.

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den „European Heritage Days“ unter der Schirmherrschaft des Europarats. Alle 50 Länder der europäischen Kulturkonvention beteiligen sich jeweils im September und Oktober an dem Ereignis. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals bundesweit. Sein Ziel ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und ein breites Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Erstmals findet in diesem Jahr der bundesweite „Deutsche Orgeltag“ parallel zum „Tag des offenen Denkmals“ statt. Die Veranstaltung verstehe sich als Ergänzung und Bereicherung, aber nicht als Konkurrenz, wie die Verantwortlichen betonten.

Nach Angaben des kultur- und medienpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marco Wanderwitz (CDU), sind bislang über 1 000 Kulturdenkmäler in der Bundesrepublik allein durch Bundesförderung gerettet worden. Fast 300 000 seien noch immer bedroht. „Daher haben wir uns auch in diesem Jahr in den Haushaltsberatungen erfolgreich für eine Fortsetzung des Denkmalschutzsonderprogramms des Bundes in Höhe von 29 Millionen Euro eingesetzt.“ Zusätzlich werde der Bund in diesem Jahr 7,5 Millionen Euro in das Denkmalpflegeprogramm „National wertvolle Kulturdenkmäler“ investieren. Damit könnten etwa der Dom zu Aachen, das Lüneburger Rathaus oder die ehemalige Synagoge in Görlitz für die kommenden Generationen erhalten werden.

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