Köln

Sänger Zuckowski: Bibel ist Richtschnur für das Leben

Für den Liedermacher Rolf Zuckowski ist der wichtigste moralische Leitfaden im Leben, dass Christus in die Welt gekommen ist. Gleichzeitig räumt er ein, auch manchmal zu zweifeln.

Rolf Zuckowski über seinen Glauben
„Ich glaube, das Leben, das wir in der Bibel nachlesen können, das man uns vor allem aber auch nahe bringt, ist die Richtschnur für unser Leben.“ Foto: Daniel Reinhardt (dpa)

Dass Christus in die Welt gekommen ist, ist für ihn der wichtigste moralische Leitfaden im Leben: Das erklärt der Sänger und Liedermacher Rolf Zuckowski im Gespräch mit dem Kölner Domradio. „Ich glaube, das Leben, das wir in der Bibel nachlesen können, das man uns vor allem aber auch nahe bringt, ist die Richtschnur für unser Leben.“

"Es ist etwas Göttliches in der Welt. Sonst würden wir nicht da sein"

Er brauche immer wieder Menschen, so der 71-Jährige, die ihm über den Bibeltext hinaus mit den richtigen Worten nahebringen, warum Nächstenliebe, Fürsorge und Selbstaufopferung große Werte seien. „Und ich finde sie nirgends intensiver und nachvollziehbarer im Leben als im christlichen Glauben“, meinte Zuckowski, der vor allem mit Kinder-Singspielen wie „Rolfs Vogelhochzeit“ Bekanntheit erlangte.

Gleichzeitig räumte der Musiker ein, auch manchmal zu zweifeln: Schwer falle ihm der Glaube an den ganz persönlichen Gott. „Dazu passieren zu viele Dinge auf der Welt, wo ich mich frage, was dieser Mensch getan hat, dass Gott ihn so fallen lassen kann.“ Die „Grundglaubensfrage“ sei für ihn jedoch eindeutig. „Es ist etwas Göttliches in der Welt. Sonst würden wir nicht da sein“, so der Sänger, der vom Bundespräsidenten für sein Engagement für die Stellung von Kindern in der Gesellschaft mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.

Musik kann bei Trauerbewältigung helfen

Auf die Frage, wie er versuche, Kindern das Thema „Trauer“ zu vermitteln, antwortet Zuckowski: „Ich glaube, das gelebte Leben hilft da.“ Bei vielen Kindern sterbe zuerst ein Haustier – bereits da werde man damit konfrontiert, dass niemand ewig leben könne. „Aber dann gibt es irgendwann die ersten Verwandten, die sterben. Es geht nicht ohne, die Kinder darüber zu informieren, was man selber fühlt und denkt.“

Auch der Musik spricht der Liedermacher bei der Trauerbewältigung eine Rolle zu. Sie könne „beruhigen, sie kann wärmen, sie kann trösten und gerade in Lebenssituationen voll Verzweiflung, Trauer und Schmerz kann Musik helfen, wieder neuen Mut zu fassen“.

DT/mlu

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