Katholischer Einsatz für den Klimaschutz

Egal ob Artensterben, Insektenrückgang und Eisschmelze menschengemacht sind oder nicht: Es kann kein „Weiter so“ geben.

Umweltschutz und Glaube
Ein galoppierendes Artensterben, der drastische Rückgang von Insekten oder das schnelle Schmelzen von Eisschilden sind schwer zu leugnen. Foto: Christoph Schmidt (dpa)

Es gibt keinen menschengemachten Klimawandel, Klimaschutz ist Pseudoreligion. „Klimareligiöse“ sind irregeleitet, krank und gefährlich. – Solch eine Bezichtigung verstellt den Blick darauf, worum es den Jugendlichen, die freitags für das Klima demonstrieren, im Kern geht: abzukehren von der Zerstörung der Lebensgrundlagen von Natur und Mensch. Denn ob menschengemacht oder nicht: Schwer zu leugnen ist ein galoppierendes Artensterben, der drastische Rückgang von Insekten, das schnelle Schmelzen von Eisschilden und viele weitere alarmierende Anzeichen dafür, dass mit der Erde etwas aus dem Ruder läuft.

Nicht nur die Jugendlichen wollen anders, besser leben

Dass der Raubbau an der Natur, so die Abholzung von Urwäldern, nichts damit zu tun hat, mag man zu „beweisen“ versuchen oder nicht. Im Ergebnis ist das gleichgültig. Es kann kein „Weiter so“ geben: Autoindustrie ankurbeln, Flugverkehr steigern, Atomkraftwerke bauen, die Wiesen mit Straßen und Hallen versiegeln, Plastik in die Meere spülen, Tiere mit Antibiotika vollpumpen, die Böden zudüngen, Insekten vergiften. Die Jugendlichen wollen anders, besser leben. Und ich bin froh darüber, denn ich will auch Veränderung, seit Jahrzehnten setze ich mich dafür ein.

Nicht ökoreligiös, sondern christlich

Wir sind eine Familie mit vier, teils erwachsenen Kindern und leben ohne Auto. Wir sparen Energie und Wasser, führen unser Leben vor allem am Wohnort, bevorzugen den Einzelhandel, trinken Leitungswasser, kochen mit Zutaten der Jahreszeit, sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs, und einmal im Jahr fahren wir mit dem Zug in den Urlaub. Ich bin in einer Umweltpartei und wirke verantwortlich an Bürgerentscheiden zu Umweltfragen mit. Ich bin aber nicht ökoreligiös, sondern Christ. Die Bibel liefert genug Gründe, Umweltschutz zu betreiben und mit anderen dafür zusammenzuarbeiten, auch wenn sie keine Christen sind.

In der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 19. Juni erläutert Dagmar Dewald erläutert, wie sich Umweltschutz auch aus der christlichen Verantwortung heraus begründen lässt. Kostenlos erhalten Sie diese aktuelle Ausgabe der Zeitung hier.

DT