Hünfeld

Europa soll verändert werden

Europa ist von einer Revolution erfasst, die nichts anderes als das vollständige Ende des Kontinents bedeuten könnte, wie er seit Jahrhunderten bestanden hat.

Europa vor einer Revolution
Wer genau hinschaut, bemerkt, dass Europa nicht in einer Krise steckt, sondern von einer Revolution erfasst ist, meint Cornelia Kaminski. Foto: Bernd Von Jutrczenka (dpa)

Europa befindet sich in einer Krise. Von der Euphorie, die dazu führte, dass selbst ein Eurovision Song Contestmit einem Schlager zu den Maastrichter Verträgen (1990: „Insieme“ von Toto Cotugnio) gewonnen werden konnte, ist nicht viel übrig geblieben. Wer aber genau hinschaut, bemerkt, dass Europa nicht in einer Krise steckt, sondern von einer Revolution erfasst ist, die nichts anderes als das vollständige Ende des Europas, so wie es seit Jahrhunderten bestanden hat, bedeuten könnte.

Eine revolutionäre Bewegung erfasst zunächst nur Teile einer Gesellschaft

Wie alle Umwälzungen eines Systems erfasst eine revolutionäre Bewegung zunächst nur Teile einer Gesellschaft. Vor jedem weiteren Schritt gilt es innezuhalten, um das bisher Erreichte zu bedenken und andererseits zu überlegen, wie weit der nächste Schritt getrieben werden kann, ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen.

Schon die sexuelle Revolution der 60er rüttelte an der politischen Grundordnung Deutschlands

In Europa lag nach den Diktaturen vor allem in den Ländern das Feld brach, in denen der Faschismus sich vollständig entfalten konnte. In Deutschland erkannten die Verfasser des Grundgesetzes vor 70 Jahren, dass nur eine Verfassung, die nun die Menschenrechte – ein Jahr zuvor von der UNO deklariert – vollumfänglich berücksichtigt, auf lange Sicht eine stabile Demokratie garantieren konnte. Doch schon die erfolgreiche sexuelle Revolution der Sechziger leitete eine Entwicklung ein, die nach und nach an dieser politischen Grundordnung, die die Deutschen sich 1949 gegeben hatten, rüttelte.

Wieso sich Europa für Cornelia Kaminski im Wandel befindet, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 07. März 2019. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

DT