Berlin

Die konservative Hoffnungsträgerin

Jana Highholder soll als frisches Gesicht die EKD im Netz vertreten. Doch sie steht in der Kritik.

Wirbel um Jana Highholders YouTube-Kanal "Jana glaubt"
Zu konservativ: Wirbel um Jana Highholders YouTube-Kanal "Jana glaubt". Foto: Monika Skolimowska (ZB)

Wenn die jungen Menschen nicht zu uns kommen, müssen wir zu ihnen gehen. Ganz originell ist die EKD-Idee nicht, doch sie wurde konsequent umgesetzt.

"Jana glaubt" hat über 12.000 Abonnenten

Mit der 19-jährigen Medizinstudentin, Poetry-Slammerin und gläubigen evangelischen Christin Jana Highholder wurde eine junge, attraktive YouTuberin engagiert, die den Glauben frisch und frei verkündet und dabei beachtliche Resonanz erfährt: Ihr Kanal „Jana glaubt“ wird von über 12.000 Abonnenten verfolgt, ihre Videos erreichen tausende Besucher und behandeln (nicht nur) religiöse Themen in jugendgerechter Weise. „Jana Highholder ist die Hoffnung der Evangelischen Kirche“, fasst das „Pro Medienmagazin“ euphorisch zusammen.

Konservative theologische Linie sorgt für Kritik

Also: Eigentlich alles perfekt. Wäre da nicht ihre konservative theologische Linie, die sich durch die Clips zieht. Besonders ihr Frauenbild steht im Zentrum der Kritik. In einer rund 20-minütigen Diskussion mit der Pfarrerin Hanna vertritt Jana die Position, dass sie sich sehr wohl einem Mann unterordnen könne, wenn dieser sie liebe „wie Christus die Gemeinde“. Empörung allerorten! So schnell kann das gehen: Von der Hoffnungsträgerin zur Hardlinerin. Dabei ist eine starke persönliche Haltung gerade das, was auch andere Menschen stärkt, was ihnen Hoffnung gibt.

Wie der Wirbel um Jana Highholders YouTube-Kanal sogar die Wochenzeitung „Die Zeit“ beschäftigt und was der Leiter Digitale Kommunikation im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik zu der Kontroverse sagt, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 11. April 2019. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

DT (jobo)