„Tagespost“ gewinnt Designpreis

Titelseiten werden vom „European Newspaper Award“ prämiert – Die Preisverleihung findet im Mai 2019 in Wien statt

„Gelungener Transfer“, lobte die Jury.

Erstmals angetreten und schon erfolgreich: Die „Tagespost“ freut sich, dass zwei Titelseiten des seit Januar 2018 als Wochenzeitung erscheinenden Blattes vom European Newspaper Award ausgezeichnet wurden. Klingende Namen sind unter den Mitbewerbern der „Tagespost“, die Großen aus der deutschen und europäischen Zeitungsbranche: „Daily Telegraph“, „Sunday Times“, „NZZ2, „Handelsblatt“ und „Süddeutsche Zeitung“. Insgesamt traten 182 Zeitungen aus 25 Ländern im Rahmen des European Newspaper Award (ENA) gegeneinander in den unterschiedlichsten Kategorien an. Eine 16-köpfige Jury aus Journalisten, Grafikern und Medienwissenschaftlern aus acht Ländern wählte aus den eingesandten Entwürfen europäischer Lokal-, Regional-, Tages- und Wochenzeitungen aus.

In der Kategorie Titelseite wurden über 300 Seiten eingereicht. Zwei Entwürfe der Tagespost setzten sich gegen die Konkurrenz durch. Prämiert wurden zusammen der Titel vom 25. Januar „Muslime finden Christus“ und der Titel vom 8. Februar „Ersatzreligion Sport“. Norbert Küpper, Veranstalter und Organisator des ENA, lobte in seiner Begründung die Umsetzung von Thema ins Bild. „Die gelungene Visualisierung des Themas war für uns ausschlaggebend. Der „Tagespost“-Grafik ist es in zwei Fällen herausragend gut gelungen, das umzusetzen“, so Küpper. „Der gedankliche Transfer von Muslimen und Kreuz sowie der olympischen Ringe im Altarraum einer Kirche gelang sofort.“

Positiv wurde auch die Gestaltung des Kopfes auf der Titelseite vermerkt. „Im „Tagespost“-Kopf werden mit dem Augsburger Postreiter und dem namensgebenden Schriftzug Tradition und Moderne sehr gut kombiniert.“

Überhaupt, so Küpper, liege „Die Tagespost“ mit ihrer Titelgestaltung im Trend. Großflächige Bilder der über dem Falz gelegenen Hälfte dienten als anschauliche Verkaufsfläche. Besonders in Norwegen und den Niederlanden sei dies eine gängige Titelseitengestaltung. „Insgesamt ist das Erscheinungsbild der ,Tagespost‘ modern und edel zugleich. Die Schriftarten sind zeitgemäß. Die ,Tagespost‘ hat mit der Umstellung zur Wochenzeitung grafisch gesehen einen Riesensprung nach vorn gemacht“, stellte Küpper fest.

Überlieferter Glaube, zeitgemäße Form

„Tagespost“-Chefredakteur Oliver Maksan freute sich über die Auszeichnung. „Die ,Tagespost‘ will den überlieferten katholischen Glauben in zeitgemäßer Form präsentieren. Es ist schön, dass eine unabhängige Jury dieses Bemühen preiswürdig fand“, so Maksan. „Besonders danke ich unseren Grafikerinnen Barbara Knievel und Stefanie Rielicke, die für die beiden Entwürfe verantwortlich waren. Die beiden Kolleginnen, aber auch alle anderen Beteiligten aus dem Grafikteam, die sich Woche um Woche um ein attraktives Erscheinungsbild unserer Zeitung bemühen, spornt der Preis an, eine immer bessere Zeitung zu machen. Das sind wir unseren Lesern schuldig.“

Mit der „Tagespost“ wurden in derselben Kategorie „Cover- und Coverstory“ unter anderen die deutschen Wochenzeitungen „Bild am Sonntag“ und „Die Zeit“, aus Portugal „Expresso“ und aus Norwegen „Morgenbladet“ ausgezeichnet.

Als generellen Trend bei Europas Zeitungen stellte die Jury fest, dass die Präsentation der Inhalte immer visueller werde. „In ganz Europa gehen Zeitungen immer mehr dazu über, komplexe Fakten und Inhalte zum Beispiel auf Doppelseiten aufzubereiten und dafür eine Kombination aus Fotos, Info-Grafiken und über die Seite verteilten, strukturierten Texten zu nutzen“, so die Jury. „So bekommt der Leser einen viel besseren Überblick über das jeweilige Thema.“

Im Mai kommenden Jahres werden in Wien die Preisträger im Rahmen des European Newspaper Congress ausgezeichnet. Die „Tagespost“ wird teilnehmen und berichten. DT

Der Kopf: „Edel und modern“. Foto: Fotos: DT