Internationale Zeitschriftenschau

Keine "ritterliche" Entscheidung

Keine „ritterliche“ Entscheidung

Im Catholic Herald widmet sich Joseph Shaw im Rahmen der Titelgeschichte des Magazins „Hartes Durchgreifen – Warum die alte Messe das neue Schlachtfeld ist“ dem Malteserorden. Dessen Entscheidung, dass fortan alle Messen des Ordens in der ordentlichen Form gefeiert werden müssen – das heißt, es dürfe keine Messen mehr im klassischen römischen Ritus (außerordentliche Form) geben –, hält der Vorsitzende der „Latin Mass Society“ für „nicht sehr ritterlich“. Nach dem 2007 von Papst Benedikt XVI. herausgegebenen Apostolischen Schreiben „Summorum pontificum“ sei die traditionelle Messe in vielen Pfarreien, in denen sie sich gut etabliert hat, „ebenso beliebt wie jede andere Sonntagsmesse der Pfarrei. Dies mag Pfarrangehörige mit ideologischen Bedenken dagegen verärgern“, doch sie könnten ja zu einer anderen Messe gehen oder auch in eine andere Gemeinde, wie Shaw feststellt. In einigen Orden meinten die Kontrahenten der traditionellen Messe oftmals, so Shaw weiter, dass diese – „obwohl in Rom zur alten Messe schon alles gesagt wurde –, irgendwie unerlaubt bleibe, und sie spüren, dass sich die kirchlichen Autoritäten letztlich auf ihre Seite stellten, wenn sie ihre Einwände aggressiv vorbrächten. Genau das ist geschehen, zunächst bei den Franziskanern der Immakulata, die fast verboten worden wären, und jetzt beim Malteserorden.“ Man könne meinen, dass eine Messform, die die ausdrückliche Genehmigung von Benedikt XVI. hat, die im Petersdom besucht werden kann und die schon mehrere englische Bischöfe gefeiert haben, „zumindest gelegentlich tolerierbar sei. Doch bei einigen, besonders aus der älteren Generation, grenzt der Widerwille gegen die ältere Form der Messe an Hass, und die ordentliche Form auf Latein wird als ebenso schlimm betrachtet.“ Die einfache Antwort von Ordensangehörigen mag für diejenigen, die sich der außerordentlichen Form verbunden fühlen, darin bestehen, sich Gemeinschaften anzuschließen, die ausschließlich diese Form feiern. Doch das grundlegende Problem dieser Orden bestehe in ihrem Bezug zu ihrem eigenen historischen Charisma. So habe der Großmeister des Malteserordens seinen Schritt mit dem Hinweis auf „Zusammenhalt und Gemeinschaft“ des Ordens gerechtfertigt. Das bedeute, folgert Shaw, „dass der spirituelle Schwerpunkt des Ordens nicht vereinbar mit der liturgischen Tradition ist, in der der Orden gegründet wurde, und die ihn in seinen dunkelsten Zeiten stützte und mit ihren größten Triumphen einherging, etwa 1565 bei der großen Belagerung von Malta“.

Gefährliches Cannabis

„Warum die ,kontrollierte Legalisierung‘ von Cannabis ein Unding wäre“, klärt das Mitglied des französischen Senats Alain Houpert im Figaro, nachdem ein Gesetzesentwurf zur ,kontrollierten Legalisierung‘ vorgelegt wurde. Bildgebende Verfahren zeigten die Gefahr des Cannabis, insbesondere auf Jugendliche: „Das katastrophale Beispiel von Colorado, wo die Legalisierung die Anzahl der Notfallaufnahmen hat explosiv ansteigen lassen und den Schwarzmarkt paradoxerweise gefördert hat, sollte uns zu größtmöglicher Zurückhaltung veranlassen.“ Der Grünen-Politiker François-Michel Lambert hatte einen Verkauf durch Tabakhändler von Cannabis vorgeschlagen, dessen Qualität vom Staat kontrolliert werden soll. Eine solche Legalisierung wäre nach Meinung von Houpert das trojanische Pferd für eine Drogenfreigabe. Doch anstatt mafiöse Strukturen verhindert zu haben, dränge die durch Steuern verteuerte „legale Droge“, wie in Colorado, wo Cannabis seit 2014 frei verkauft wird, die Konsumenten sehr rasch dazu, sich an ihre ehemaligen Dealer zu wenden, die konkurrenzlose Preise anbieten könnten.. Und was noch schlimmer sei: „Die Drogenhändler, von denen einige mit den kubanischen oder mexikanischen Drogenkartellen vernetzt sind, nutzen das Gesetz aus, indem sie in Colorado legal produzieren, um die mafiösen Netzwerke der Nachbarstaaten mit Stoff zu versorgen, in denen Cannabis mit noch größeren Profiten verkauft werden kann.“ Die Drogenfahndung in Colorado verbringe seitdem dreimal mehr Zeit, um den Cannabishandel zu regulieren, als vor der Legalisierung. Den Gebrauch von Cannabis zu fördern, bedeute, seine Banalisierung unter den schutzbedürftigsten Bevölkerungsgruppen, den Jugendlichen, zu riskieren. In Colorado hätten sich die Notfälle in wenigen Jahre bei Drogenkonsumenten verdreifacht, „die die Wirkungen des Cannabis unterschätzt“ hätten.

Medizinisch gesichert sei: „Cannabis löst beim noch unreifen Gehirn beträchtliche Schäden aus, was kognitive Beeinträchtigungen und unbestreitbar neuro-vaskuläre Komplikation verursacht.“ Der Gebrauch von Cannabis verdoppele das Risiko von Verkehrsunfällen. Houpert fragt: „Beabsichtigt Frankreich tatsächlich, sich eine deklassierte Jugend zu erschaffen, eine Armee von ,Zombies‘, die leicht zu kontrollieren sind?“

Immanenter Dschihad?

Homme Nouveau berichtet darüber, dass überall in Frankreich aggressive und gewalttätige Übergriffe stark zunähmen: gegen Sicherheitskräfte, Feuerwehrmänner, Busfahrer, Lehrpersonal und Ärzte. Diese Steigerung stelle „unweigerlich die Frage nach dem heutigen ,guten Zusammenleben‘ in Frankreich und dem Scheitern des berühmten ,republikanischen Integrationsmodells‘“. So habe 2018 die Anzahl der Gewalttätigkeiten gegenüber Ärzten einen neuen Höchststand erreicht und sei damit neun Prozent höher als 2017. Es ließe sich feststellen, „dass die alltägliche Chronik der Gewalt mit einer aufdringlichen Immigration, ja sogar mit einem alltäglichen Islamismus einhergeht“. Dies zeuge bereits von einem gewissen „kleinen immanenten Dschihad“, der in Frankreich geführt werde. Dieses Thema bleibe „ein Tabuthema, das im Namen der Ideologie vom ,guten Zusammenleben‘ sorgsam und offiziell unter den Teppich gekehrt“ werde.

Islamismus im Krankenhaus

Ausführlich befasst sich mit diesem Thema auch Valeurs actuelles. Unter dem Titel „Der Staat in Alarmbereitschaft“ beschäftigt sich Alexandre Mendel mit dem Islam im Krankenhaus. So berichtet er von schweren Diabetikern, die während des Ramadan aufgrund ihres Glaubens ihre strikten Diätvorschriften nicht einhalten. Eine Ärztin spricht über das Vordringen muslimischer Praktiken bei Patienten im Krankenhaus: „Die Wahrheit ist, dass die größte Angst die vor einer Diskriminierungsklage aufgrund der Religion ist. Man lässt sie gewähren. Wir nehmen Kranke auf, die sich nicht behandeln lassen und mit ihrem Leben ,Halal-Roulette‘ spielen“, weil sie tagsüber nichts trinken und kein Fleisch von nicht-geschächteten Tieren essen.“ Die durch solche Kranken belegten Betten fehlten dann für andere Notfälle. KS