Zur Politik der Europäischen Zentralbank : Den Euro an die Wand gefahren

Nun ist es also vollbracht. Der (T)EURO wird zu dem, was zum Beispiel der französische Franc, die italienische Lira und die griechische Drachme stets waren: Eine wachsweiche Inflationswährung. Bereitwillig haben Mario Draghi und seine EZB den (T)EURO an die Wand gefahren, um so die EU-Schuldenstaaten mit billigem Geld zu fluten. Gnadenlos werden die Notenpressen aktiviert und so ein Scherben- beziehungsweise Schuldenhaufen, an dem auch noch die Folgegenerationen zu tragen haben, kreiert. Schuld daran sind vor allem Helmut Kohl und sein damaliger Finanzminister Theo Waigel.

Bei Zugrundelegung von betriebs- und volkswirtschaftlichen Grundkenntnissen müssen sie doch schon in Maastricht gewusst haben, dass das Konstrukt (T)EURO nicht zu halten ist. Aber die Gemeinschaftswährung war wohl eben der wahre Preis für Deutschlands Wiedervereinigung. Koste es, was es wolle. Und da auch die auf Kohl folgenden Regierungen nicht ernsthaft an einer Abwehr des sich abzeichnenden Unheils arbeiteten, kann man heute jeden verstehen, der im Zusammenhang mit der Unglückswährung an Hochverrat denkt. Nur nützt das dem gemeinen Volk jetzt nichts mehr. Denn die Zeche bezahlt wie immer der STINO = Stink normaler Bürger. Seine Ersparnisse wurden auf dem europäischen Altar geopfert. Dafür darf er sich aber auch weiterhin als böser Deutscher oder noch übler beschimpfen lassen. Immerhin etwas.

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